E-Scooter-Fahrer ringt nach schwerem Unfall mit dem Tod

Saarlouis: Schwerer Unfall am späten Donnerstagabend in Saarlouis. Gegen 22.23 Uhr ist im Stadtteil Lisdorf ein 80 Jahre alter Mann, der aus Saarlouis stammt, mit seinem E-Scooter unterwegs. Nach Angaben der Polizeiinspektion Saarlouis befährt der Senior mit dem offiziell Elektrokleinstfahrzeug genannten Scooter den Gehweg einer Nebenstraße.

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Grundsätzlich verbietet die entsprechende Verordnung das Fahren mit Scootern auf Gehwegen. Ersten polizeilichen Ermittlungen zufolge kommt der Mann bei seiner Fahrt plötzlich ohne Fremdeinwirkung zu Fall. Er stürzt zu Boden und bleibt schwerstverletzt liegen. Jemand wählt den Notruf, Rettungswagen und Notarzt rücken an. Nach einer ersten Behandlung vor Ort wird der Senior mit lebensgefährlichen Verletzungen und Verdacht auf ein schweres Schädel-Hirn-Trauma in ein Krankenhaus verbracht. Dort ringt er nun mit dem Tod.
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Der Mann hat nach Angaben der Polizei bei seiner Fahrt keinen Helm getragen. Das ist nach der Verordnung für E-Scooter, wie auch beispielsweise bei erwachsenen Fahrradfahrern, auch nicht vorgeschrieben. Scooter mit einer Straßenzulassung dürfen maximal 20 Kilometer pro Stunde schnell sein. Ob es sich um ein Modell mit Betriebserlaubnis gehandelt hat, teilt die Polizei nicht mit. Weiter muss man mit dem Roller die Straße benutzen, darf ansonsten nur auf speziell für E-Scooter freigegebene Strecken oder eindeutig ausgewiesene Radwege oder gemeinsame Fuß- und Radwege ausweichen.
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Der Unfall in Lisdorf ist der erste bekannte Fall eines schweren Verkehrsunfalls mit einem E-Scooter im Saarland. Seit es in Saarbrücken seit Juli Scooter der Firma Tier Mobility für jedermann zu leihen gibt, ist es in der Landeshauptstadt immer wieder zu Unfällen mit Beteiligung von E-Scootern gekommen. Von schweren Verletzungen hat die Polizei dort bislang aber noch nicht berichtet.

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