Er soll 100.000 Euro Corona-Hilfe ergaunert haben: Saarbrücker Geschäftsmann in U-Haft

Saarbrücken/Göppingen: Die Kriminalpolizei hat den 50 Jahre alten Inhaber und Geschäftsführer einer Firma mit Sitz in Saarbrücken festgenommen. Das Unternehmen betreibt unter anderem Fitnessstudios. Der 50-Jährige ist dringend verdächtig, im Zuge der Corona-Krise in ganz Deutschland illegalerweise Corona-Hilfen beantragt und abkassiert zu haben, ihm wird daher besonders schwerer Subventionsbetrug in insgesamt 15 Fällen vorgeworfen.

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Ermittler des Dezernats für Wirtschaftskriminalität am Landespolizeipräsidium Saarbrücken ermitteln schon länger gegen den Verdächtigen: Er soll in zahlreichen Anträgen einen angeblichen Liquiditätsengpass in seinem Unternehmen geltend gemacht haben, woraufhin dem Mann insgesamt 100.000 Euro an Corona-Hilfen ausgezahlt worden sind. Alleine 15.000 Euro davon hat ihm das Saarland überwiesen.
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Neben Corona-Hilfe-Anträgen bei uns hat der Fitnessstudiobetreiber unter anderem auch Anträge in Hamburg, Berlin, Brandenburg, Sachsen und Bayern gestellt, die auch bewilligt worden sind. Der Haken an der Sache: Wie die Fahnder herausgefunden haben, hat der Mann an keiner der angegebenen Adressen ein Fitnessstudio betrieben.
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Im Saarland hat der 50-Jährige zwar tatsächlich ein Fitnessstudio betrieben. Das hat allerdings, so die Ermittlungen der Polizei, schon vor Ausbruch der Coronapandemie in wirtschaftlichen Schwierigkeiten gesteckt, beim Stellen der Abträge hat es schon keinen offiziellen Kundenbetrieb mehr gegeben. Als die Ermittler in der vergangenen Woche den angeblichen Wohnsitz des Geschäftsmanns durchsuchen, ist der wie vom Erdboden verschluckt.
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Fahnder spüren ihn schließlich im baden-württembergischen Göppingen auf und nehmen ihn dort fest. Der Mann wird nach der Verkündung seines Haftbefehls in die Justizvollzugsanstalt nach Ulm gebracht, wo er nun auf seine Auslieferung ins Saarland wartet.

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