Ermittlungen wegen Brand mit zwei Toten: Hausdurchsuchung im betroffenen Seniorenheim

Saarbrücken: Der tödliche Brand im Saarbrücker Egon-Reinert-Haus am Samstag vor zwei Wochen (wir berichteten). Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen Unbekannt wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung und der fahrlässigen Brandstiftung! Bei dem Feuer, das in einem der Bewohnerzimmer entsteht, kommt in der Nacht zum 8. Januar eine 97 Jahre alte Seniorin ums Leben.

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Der Brand hat offenbar von einem Nachbarzimmer aus auf ihres übergegriffen. Die 85 Jahre alte Frau, in deren Zimmer das Feuer entstanden sein soll, kann zunächst aus dem Gebäude gerettet und wiederbelebt werden. Sie stirbt jedoch wenige Tage später in einem Krankenhaus. Nach ersten Ermittlungen der Brandexperten des Landespolizeipräsidiums und eines externen Sachverständigen ist das Feuer von Menschenhand verursacht worden:
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Es wird von fahrlässigem Umgang mit brennbaren Gegenständen ausgegangen. Demnach hat eine vergessene Kerze oder eine herabgefallene Zigarette das verheerende Feuer ausgelöst. Allerdings scheint es auch Anhaltspunkte dafür zu geben, dass das Personal der Einrichtung eine Teilschuld am schrecklichen Ausgang des Brandes haben könnte. So bestätigt die Staatsanwaltschaft Saarbrücken, dass Rettungskräfte in der Brandnacht eine erschreckende Feststellung gemeldet haben:
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Eine Brandschutztür soll im Gebäude mit einer Kordel fixiert gewesen sein. Dadurch soll die Tür nicht, wie vorgesehen und vorgeschrieben, automatisch geschlossen worden sein. Jetzt wird untersucht, ob das Auswirkungen auf das Ausmaß des Feuers gehabt haben könnte.
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Außerdem prüft die Staatsanwaltschaft, ob es Defizite bei der Betreuung der Seniorin gab, in deren Zimmer der Brand seinen Ursprung genommen hat. Am Montag hat es eine Hausdurchsuchung im Egon-Reinert-Haus gegeben. Dabei ist umfangreiches Beweismaterial sichergestellt worden. Unter anderem haben die Ermittler die technischen Daten der Brandschutzanlage gesichert. Die Daten werden nun ausgewertet.

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