Erstmals Saarländer mit indischer Corona-Mutation diagnostiziert

Saarbrücken: Erstmals ist im Saarland die berüchtigte indische Variante des neuartigen Corona-Virus gemeldet worden. Das berichtet der Regionalverband Saarbrücken am heutigen Samstag. Demnach handelt es sich um eine Person, die ihren Hauptwohnsitz im Regionalverband gemeldet hat, wodurch der Fall beim Gesundheitsamt des Regionalverbands bearbeitet wird. Allerdings liegt der berufsbedingte Aufenthaltsort des Betroffenen es in Bayern. Dort hat sich die Person vermutlich auch mit dem Virus angesteckt.

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Ob sie in der Zwischenzeit im Saarland gewesen ist, teilt der Regionalverband nicht mit. Auch im benachbarten Luxemburg sind in dieser Woche Fälle der indischen Virusmutation bekannt geworden. Die drei nachgewiesenen Fälle sind nach Angaben der Luxemburger Behörden durch Auslandsreisen zustande gekommen. In Deutschland sind bislang 21 Fälle bekannt geworden. Bei der Virusvariante B.1.617 handelt es sich um eine sogenannte Doppelmutation.
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Das heißt, sie weist gleich zwei Veränderungen an einem Oberflächenprotein auf. Die Variante ist in Indien, nach China das bevölkerungsreichste Land der Erde, besonders häufig anzutreffen – daher auch ihr Name. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts gibt es auf die indische Variante möglicherweise eine reduzierte Wirksamkeit der Immunantwort, also des Impfschutzes. Zudem scheint die Mutation eine höhere Ansteckungsrate mit sich zu bringen.
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Zwar gibt es nach Angaben der Behörde derzeit keine gesicherten Erkenntnisse, nach denen die indische Variante als besorgniserregend einzustufen ist. Dennoch hat die Bundesregierung seit Anfang der Woche Einreisen aus dem südasiatischen Land verboten. Nur in wenigen Ausnahmefällen dürfen Menschen aus Indien nach Deutschland einreisen. Seit vergangenen Sonntag zählt das Land als Hochinzidenzgebiet, nur einen Tag später ist es zum Virusvarianten-Gebiet heraufgestuft worden.

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