Saarbrücken: Der Deutsche Wetterdienst warnt für die Nacht zum Montag vor gefrierendem Regen, flächigem Glatteis und regionalem Schneefall (wir berichteten bereits für den Bereich Saarbrücken). Die Wetterlage wird laut den Experten „besonders kritisch“, weil auf den gefrorenen Böden verbreitet akute Rutschgefahr besteht. Das saarländische Ministerium für Bildung und Kultur reagiert daher am heutigen Sonntagabend mit einer landesweiten Umstellung auf Lernen von zu Hause.
Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot (SPD) erklärt dazu: „Die Sicherheit unserer Schülerinnen und Schüler und alle an Schulen Beschäftigten hat absolute Priorität. Angesichts der massiven Glatteiswarnungen können wir den regulären Schulweg nicht verantworten.“ Diese Regelungen gelten am morgigen Montag: Der Präsenzunterricht fällt landesweit aus, stattdessen findet der Unterricht als sogenanntes Distanzlernen statt. Jede Schule richtet eine Notbetreuung für Kinder ein, die nicht zu Hause betreut werden können – beispielsweise, weil die Eltern arbeitsbedingt nicht zu Hause sind.
Die Maßnahme basiert auf den seit August des vergangenen Jahres geltenden rechtlichen Grundlagen des Digitale-Bildung-Gesetzes, die landesweite Lösungen für außergewöhnliche Lagen ermöglichen. „Wir wissen, dass solche Entscheidungen eine Herausforderung für Familien sind. Gleichzeitig ist es unsere Verantwortung, rechtzeitig zu handeln – und nicht erst am Montagmorgen, wenn es vielleicht schon zu spät ist“, so Streichert-Clivot weiter.
Die Schulen sind bereits informiert worden und geben die Details nun an Eltern, Lehrkräfte und Schüler weiter. Im Zweifel sollen sich Betroffene an ihre Bildungseinrichtung wenden. Was die Situation für den Betrieb der Schulbusse bedeutet, etwa für Kinder, die nicht zu Hause bleiben können, wird in der Mitteilung des Ministeriums nicht thematisiert.
