
Dillingen. Früher drehten hier Eisläufer ihre Runden, heute steht die einst beliebte Eissporthalle an der Konrad-Adenauer-Allee seit Jahren weitgehend ungenutzt da. Am Sonntagnachmittag (1. November) rückte die Feuerwehr mit einem größeren Aufgebot zu dem ehemaligen Sportzentrum aus. Gegen 14.45 Uhr war ein Brand auf dem Gelände gemeldet worden.
Vor Ort stellte sich heraus, dass sich in einem Nebengebäude Unrat entzündet hatte. Betroffen war der frühere Maschinenraum der Eishalle. Die Einsatzkräfte konnten die Flammen rasch unter Kontrolle bringen und verhindern, dass das Feuer auf weitere Gebäudeteile übergriff. Die eigentliche Eissporthalle blieb verschont, der entstandene Schaden soll gering sein.
Das Gelände hat eine lange Geschichte hinter sich. Seit Januar 2017 ist die Eishalle geschlossen, nachdem erhebliche bauliche Mängel bekannt geworden waren. Insbesondere Schäden an der Dachkonstruktion hatten Zweifel an der Sicherheit des Gebäudes aufkommen lassen. Seitdem blieb eine dauerhafte Wiedereröffnung aus. Die einstige Sportstätte verfällt zunehmend und wartet seit Jahren auf eine neue Zukunft.
2019 wechselte das Areal bei einer Versteigerung für 370.000 Euro den Besitzer. Zwischenzeitlich gab es Pläne für einen Indoor-Mountainbike-Park, die jedoch nicht umgesetzt wurden. Stattdessen tauchte die Immobilie wiederholt auf Verkaufsplattformen auf, zuletzt noch im Sommer 2025. Eine dauerhafte neue Nutzung ist bislang nicht bekannt.
Mittlerweile ist die ehemalige Eishalle auch in der sogenannten Lost-Place-Szene bekannt. Auf einschlägigen Internetseiten berichten Besucher von Erkundungen des verlassenen Gebäudes. Dort finden sich auch Schilderungen über Vandalismus und unbefugtes Betreten.
Ob sich zuletzt Personen auf dem Gelände aufgehalten haben und ob ein möglicher Besuch in irgendeinem Zusammenhang mit dem Feuer steht, ist allerdings völlig unklar. Für eine solche Verbindung gibt es bislang keine belastbaren Hinweise.
Nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei besteht kein Verdacht auf eine Straftat. Die genaue Entstehung des Feuers ist damit jedoch nicht abschließend geklärt. Der Einsatz endete ohne größere Schäden am Hauptgebäude.
Zurück bleibt eine Eishalle, die seit beinahe zehn Jahren auf eine neue Perspektive wartet – und nun erneut, wenn auch aus unerfreulichem Anlass, in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gerückt ist.


