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Flüchtling kommt nach tödlichem Angriff auf DRK-Mitarbeiter in Psychiatrie

Saarbrücken: Der syrische Flüchtling (27), der gestern im Psychosozialen Beratungszentrum für Migranten und Integration des Deutschen Roten Kreuzes in der Vollweidstraße in Burbach seinen psychologischen Berater (30) erstach, kommt auf Antrag der Staatsanwaltschaft in ein psychiatrisches Krankenhaus. Ein Richter am Amtsgericht wertete die Tat zwar als Mord, ging aber von verminderter Schuldfähigkeit aus. Die Einschätzung wird gestützt von einem psychologischen Kurzgutachten, das ein Gutachter nach einer Befragung des Syrers heute erstellt. Demnach leider der Tatverdächtige unter einer schweren Persönlichkeitsstörung paranoiden Typs, schweren Depressionen und Halluzinationen. Es besteht Eigen- und Fremdgefährdung. Der Mann kommt deshalb nun nicht in Untersuchungshaft, sondern in eine Psychiatrie. Gegen zehn Uhr gestern Morgen ging der Syrer ohne Termin in die Beratungsstelle, die er zuvor schon öfter besucht hatte, und verlangte, den 30-jährigen irakischen Berater zu sprechen. Zeugen sahen, wie der Angreifer dann bei der Begrüßung im Dachgeschoss das zuvor mitgebrachte Messer aus seiner Jacke zog und damit auf das Opfer unvermittelt einstach. Er stach dabei gezielt in Brust und Rücken. Dann lief er zu Fuß davon, wurde wenige hundert Meter vom Tatort entfernt auf offener Straße von der speziell ausgerüsteten Polizeieinheit OpE festgenommen. Währenddessen verlief eine 30-minütige Reanimation des Opfers ohne Erfolg, der 30-Jährige starb vor Ort. Der Syrer hatte sich gestern während oder nach seiner Bluttat mit seinem 15 Zentimeter langen Küchenmesser selbst im Bauchbereich schwer verletzt und kam nach der Festnahme ins Klinikum Saarbrücken auf den Winterberg. Dort wurde er operiert und in ein spezielles Zimmer verlegt, das ähnlich wie eine Gefängniszelle gesichert ist. Das Motiv des Mannes ist nach wie vor unklar.

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