Heizung explodiert: Junge erleidet schwerste Verbrennungen

Nonnweiler: Am gestrigen Mittwochabend gegen 20 Uhr gibt es in der Straße „In der Mess“ im Nonnweiler Ortsteil Kastel einen lauten Knall. Im betroffenen Wohnhaus lebt eine Familie mit drei Kindern im Alter von 13, 14 und 16 Jahren. Beide Eltern sind auf der Arbeit, die drei Kinder alleine zu Hause. Gegen Abend wird es kalt in der Wohnung, der 14-jährige Sohn geht in den Keller. Dort befindet sich eine Ölheizung mit einer angebauten alten Koksheizung, die nicht mehr benutzt wird.

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Ersten Ermittlungen der Polizei zufolge stopft der Junge Holzstücke in die alte Heizung und zündet sie an. Das Heizwasser in den Rohren am Koksofen erhitzt sich. Weil der Koksofen eigentlich nicht mehr genutzt wird, hat man die Leitungen aber in der Vergangenheit abgedreht. Das immer heißer werdende Wasser dehnt sich aus und hat keine Möglichkeit, zu entweichen. Es kommt zu einem massiven Überdruck in dem Heizkessel, der in der Folge explodiert.
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Der 14-Jährige ist da noch im Keller, erleidet durch Dampf und heißes Wasser schwerste Verbrennungen im Gesicht und am Oberkörper. Schwer verletzt schleppt er sich aus dem Keller, alle drei Geschwister können sich in ein Nachbargebäude retten. Dort wählt eine Schwester des 14-Jährigen den Notruf. Ersthelfer betreuen das Kind und seine beiden Schwestern, bis der Rettungsdienst eintrifft. Mit schweren, aber nicht lebensgefährlichen Verletzungen wird der Junge im Rettungswagen in die Uniklinik nach Homburg gebracht.
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Auch die Feuerwehr rückt mit einem Großaufgebot nach Kastel aus. Beim Eintreffen der Helfer ist das mehrgeschossige Wohnhaus stark verraucht, ein offenes Feuer wird aber nicht festgestellt. Der Einsatz für die Feuerwehr ist nach etwa anderthalb Stunden beendet. Zur Betreuung der Angehörigen und Betroffenen wird die Notfallseelsorge alarmiert. Derzeit kann die Polizei keine Angaben zur Höhe des entstandenen Sachschadens am Gebäude machen.

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