Hochwasser nach Dauerregen: Land unter im Nordsaarland

St. Wendel: Anhaltender Dauerregen sorgt dafür, dass seit der vergangenen Nacht die Wasserpegel der Flüsse und Bäche im Saarland steigen. Im Hochwassermeldezentrum geht man davon aus, dass am Mittag an vielen Bächen und Flüssen die Meldestufe 2 erreicht wird, bei der einzelne Gebäude und Straßen überflutet werden können. An der Prims und am Schwarzbach soll sogar die noch höhere Meldestufe 3 erreicht werden. Vor allem betroffen ist das Nordsaarland, wo die Freiwilligen Feuerwehren bereits zahlreiche Einsätze zu verzeichnen haben.

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So sind in Tholey der Imsbach und der Gumbelsbach über die Ufer getreten. Die Wassermassen drohen, den Landgasthof Johann-Adams-Mühle zu überfluten. Die Feuerwehr versucht das mit Sandsäcken zu verhindern. 700 Sandsäcke sind nach Tholey beordert worden, 1.000 in die Gemeinde Nonnweiler. In sechs der acht Kommunen des Landkreises St. Wendel sind die Feuerwehren derzeit im Einsatz.
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Im benachbarten Landkreis Merzig-Wadern hat die Feuerwehr ebenfalls viel zu tun: In Wadern versuchen Technisches Hilfswerk und Feuerwehr, größeren Schaden von Häusern abzuwenden. Unter anderem betroffen ist hier das Restaurant Gellbersch Haus.
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Der Wellenbach ist massiv angestiegen, sodass die Helfer versuchen, die Wassermassen mit Sandsäcken in den Griff zu bekommen und in die umliegenden Kanäle umzuleiten. Saarlandweit sind mehrere Straßen sind bereits überschwemmt und nicht mehr passierbar: So meldet der Landesbetrieb für Straßenbau etwa, dass wegen Überflutung im Bereich Wallerfangen die  L 354 zwischen Leidingen und Ihn voll gesperrt ist.
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In der Böllingerstraße in Eppelborn ist nach Angaben der Feuerwehr derzeit die Fußgängerbrücke überflutet. Für die großen Flüsse wie die Saar und die Blies werden dagegen keine Probleme erwartet. Für die kommenden Stunden sagen die Meteorologen weiter ergiebige Regenfälle voraus.

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