Kind nach Unfall verletzt zurückgelassen: Betrunkener BMW-Fahrer haut einfach ab

Saarbrücken: Von einer feigen Unfallflucht in der Nacht zum heutigen Freitag in Saarbrücken berichtet die Polizeiinspektion Burbach. Nach derzeitigem Ermittlungsstand der Ermittler ist ein 30 Jahre alter Mann mit seinem schwarzen BMW gegen 4 Uhr am Morgen im Stadtteil St. Johann unterwegs. Im Bereich der Johanneskirche will er von der Betzenstraße nach links in die Großherzog-Friedrich Straße abbiegen.

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Dabei kommt sein Wagen allerdings von der Fahrbahn ab und kracht frontal in das überdachte Wartehäuschen einer Haltestelle. Das Häuschen wird dabei völlig zerstört. Ein 12 Jahre alter Junge, der sich in unmittelbarer Nähe aufhält, wird im Gesicht durch herumfliegende Trümmerteilen verletzt. Das Kind wird ins Krankenhaus verbracht, wo seine Verletzungen behandelt werden müssen.
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Auch die 25 Jahre alte Beifahrerin des Unfallverursachers trägt bei dem Unfall Verletzungen davon. Statt sich um das Kind und den entstandenen Schaden zu kümmern, flüchtet der Unfallfahrer mit seinem ramponierten Wagen über die Saarbahn-Schienen in Richtung Hauptbahnhof. Allerdings kommt der Unfallflüchtige nicht weit:
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Weil direkt nach dem Unfall die Polizei informiert wird, kann der Mann mit seinem Wagen nach einer sofort eingeleiteten Fahndung auf dem Beethovenplatz von der Polizei gestellt werden. Selbst, als sein Wagen gestoppt ist, setzt sich der 30-Jährige gegen die polizeilichen Maßnahmen zur Wehr. Ihn erwarten nun mehrere Ermittlungsverfahren. Unter anderem werden dem Mann Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Unfallflucht vorgeworfen.
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Warum er sich aus dem Staub gemacht hat, wird den Beamten schnell klar: Der BMW-Fahrer steht unter alkoholischer Beeinflussung. Ihm wird auf der Polizeiwache eine Blutprobe entnommen, sein Führerschein beschlagnahmt. Den Gesamtsachschaden, für den der Fahrer aufkommen muss, schätzt die Polizei auf rund 50.000 Euro.

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