Mehr als eine Tonne Material beschlagnahmt: Razzia in illegaler Shisha-Fabrik

Saarbrücken: Die Kontrolleinheit Verkehrswege des Saarbrücker Zolls hat 732 Kilogramm illegal hergestellten Shisha-Tabak in einer Hinterhof-Bude  im Regionalverband Saarbrücken sichergestellt und aus dem Verkehr gezogen. Außerdem sind in der Garage neben einem Wohnhaus weitere Rohstoffe zur Herstellung von Wasserpfeifentabak aufgefunden worden. Das teilen die saarländischen Zöllner am heutigen Dienstag mit.

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Insgesamt hätten mit den vorgefundenen Materialien weitere 500 Kilogramm Shisha-Tabak illegal hergestellt werden können, so die Schätzung der Fahnder. Damit geht es in dem Fall um mehr als eine Tonne Material! Alles beginnt mit einer Anzeige wegen Ruhestörung bei der Polizei. Ein Nachbar meldet der örtlich zuständigen Dienststelle laute Geräusche durch eine Schleif- oder Mischmaschine.
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Die Beamten suchen den Ort des Geschehens auf und stoßen dabei auf die Tabak-Garage. Dort entdecken sie die illegale Produktionsstätte für Wasserpfeifentabak. Hier werden der Tabak, Glycerin, Melasse und Farbstoffe vermengt und dann für die weitere Verwendung vorbereitet. Die Polizisten informieren den Zoll, der daraufhin dem kleinen Labor einen Besuch abstattet. Schnell ist klar:
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Hier werden im großen Stil Steuern hinterzogen, denn die für Tabakwaren notwendigen Steuerzeichen sind nicht an den Verkaufsverpackungen angebracht. Bei der Herstellung des Shisha-Tabaks fällt aber Tabaksteuer an und die gilt ohne das Anbringen der Steuerbanderolen als nicht ordnungsgemäß entrichtet. Der Schaden für den Steuerzahler beläuft sich auf rund 27.000 Euro. Gegen den 27-jährigen Verantwortlichen, der aus Vorderasien stammt, leiten die Zöllner ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Tabaksteuerhinterziehung ein.
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Der bereits produzierte Wasserpfeifentabak sowie die Materialien zur Herstellung werden sichergestellt und mit Unterstützung des THW abtransportiert. Das Zollfahndungsamt Frankfurt hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

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