Mehrere Detonationen, riesige Rauchsäule: Betriebsunfall bei Saarstahl

Völklingen: in der Nacht zum heutigen Donnerstag werden viele Menschen in Völklingen und Umgebung unsanft aus dem Schlaf gerissen. Gegen 3.30 Uhr ist zunächst eine laute Detonation zu hören, kurz darauf mehrere weitere. Augenblicke später steigt eine gigantische Rauchsäule über dem Saarstahl-Werk am Saarufer in den Nachthimmel. Noch Kilometer entfernt sind die Detonationen zu hören. Auf Facebook schreibt beispielsweise eine Frau:

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„Ich dachte, das hört gar nicht mehr auf. Hier hat alles vibriert – und ich wohne in Hostenbach.“ Jemand anderes schreibt: „Ich wohne auf dem Wehrdener Berg, wurde wach, weil meine Schiebetür gerappelt hat. Als ich sie festhielt, hab ich es noch ein paar Mal knallen gehört und bin zum Fenster. Da stieg auch schon die Rauchsäule auf.“
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Am Morgen bestätigt die SHS Stahlholding Saar, dass es in der Nacht einen Zwischenfall im Völklinger Stahlwerk gegeben hat. Der Betriebsunfall hat sich am Konverter 1 des Stahlwerks ereignet. Dabei hat es mehrere Verpuffungen gegeben. Als Verpuffung bezeichnet man die schnelle Ausdehnung von Gasen beim Verbrennen mit einer Geschwindigkeit bis zu einem Meter pro Sekunde.
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Dabei können an Anlagen massive Schäden entstehen. Bei dem Betriebsunfall im Saarstahl-Werk werden bei der Verpuffung zwei Mitarbeiter verletzt. Der Rettungsdienst rückt an und untersucht die Arbeiter, sie tragen aber glücklicherweise nur leichte Verletzungen davon. Auch die eigene Werkfeuerwehr ist im vor Ort im Einsatz.
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Die Produktion im Stahlwerk kann erst heute Vormittag wieder angefahren werden. Wie hoch die Schadenssumme ist, teilt die Stahlholding Saar nicht mit. Zur kilometerweit sichtbaren Rauchwolke teilt das Unternehmen mit, dass zu keinem Zeitpunkt Gefahr für die Bevölkerung“ bestanden habe. Welche Stoffe genau sich in der Rauchwolke befunden haben, wird nicht mitgeteilt.

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