Mit SEK, Bereitschaftspolizei und Lkw: Großrazzia in Völklingen

Völklingen: Großrazzia gegen eine Betrügerbande am gestrigen Donnerstag in der Völklinger Innenstadt! An einem abgelegenen Waldparkplatz sammeln sich am Abend die Einsatzkräfte, kurz nach 20 Uhr schlägt die Polizei dann mit Dutzenden Beamten an mehreren Adressen gleichzeitig zu.

Weiter nach der Werbung
Teilweise mit Unterstützung des Spezialeinsatzkommandos werden Gebäude unter anderem in der Bismarckstraße, der Karl-Janssen-Straße und der Heinestraße gestürmt. Dabei nutzen die Einsatzkräfte das Überraschungsmoment, fahren beispielsweise falsch herum durch eine Einbahnstraße an eines der Objekte heran. In der Tasche haben die Polizisten Durchsuchungsbeschlüsse für die Wohn- und Geschäftshäuser. Vermumme und schwer bewaffnete Beamte der Bereitschaftspolizei sichern die Objekte ab, während Zivilfahnder die Räumlichkeiten durchsuchen. Darunter: Ein großes Mehrfamilienhaus, eine ehemalige Kneipe, die jetzt als Spielothek dient und eine ehemalige Sparkassenfiliale, die jetzt als Büro genutzt wird. Bewohner, die die Häuser betreten wollen, werden weggeschickt oder müssen sich ausweisen.
Weiter nach der Werbung
Im Inneren werden Akten durchforstet, Rollladenkästen nach versteckten Beweismitteln abgesucht. Und: Mehrere Spielautomaten, die offenbar manipuliert worden sind, werden abtransportiert. Teilweise wiegen die sperrigen Geräte um die 200 Kilogramm. Die Bereitschaftspolizei rückt deshalb mit einem großen Lkw an, um die sichergestellten Apparate mitzunehmen. Die Menge der Beweismittel ist so groß, dass die Beamten mehrfach mit ihrem Lastwagen anrücken müssen. Worum genau geht es in dem Ermittlungsverfahren (Aktenzeichen 5 Js 195/21)? Gab es auch in anderen Orten Durchsuchungen? Hat es Festnahmen gegeben? Dazu will die Polizei derzeit noch nichts sagen.
Weiter nach der Werbung
Behördensprecher Jan Poß vom Landespolizeipräsidium: „Es hat einen Einsatz gegeben, das können wir bestätigen. Nähere Auskünfte können wir aus ermittlungstaktischen Gründen derzeit aber nicht geben.“

Werbung