Mit unterschlagenem Auto mehr als 500 Kilometer ins Saarland gefahren: Festnahme

Nonnweiler: Da hatte jemand wohl Sehnsucht nach dem Saarland. Bereits im Juni vergangenen Jahres unterschlägt ein 31 Jahre alter Mann, der momentan ohne festen Wohnsitz ist, einen VW Golf. Tatort: Waldsassen in der bayerischen Oberpfalz, direkt an der Grenze zur Tschechischen Republik. Irgendwann zwischen Juni und Januar fährt er mit dem Wagen dann einen Weg von mehr als 500 Kilometern bis ins saarländische Nonnweiler, wo er sich fortan aufhält.

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Die Polizei im Nordsaarland wird über das geklaute Auto informiert und hält danach Ausschau. Kommissar Zufall unterstützt die Fahndungsmaßnahmen: Am gestrigen Donnerstagnachmittag sieht ein Polizeibeamter der Polizeiinspektion Nordsaarland, der in seiner Freizeit unterwegs ist, den unterschlagenen Wagen gegen 15 Uhr in der Hauptdurchgangsstraße von Nonnweiler. Das Auto ist geparkt, vom Insassen fehlt jede Spur.
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Der Polizeibeamte verständigt seine Kollegen in Wadern, die rücken umgehend aus und observieren den Wagen unauffällig. Lange warten müssen sie nicht: Um 15.50 Uhr taucht der 31-Jährige auf und will in das Fahrzeug einsteigen. Die Polizisten schlagen zu und nehmen den Mann ohne Gegenwehr fest. Wie sich herausstellt, liegt gegen den Obdachlosen ein Haftbefehl einer rheinland-pfälzischen Staatsanwaltschaft vor.
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Vorwurf: Ausgerechnet Fahren ohne Fahrerlaubnis. In dem Golf finden die Beamten zu allem Überfluss noch zwei Kennzeichen, die am 17. September vergangenen Jahres im Ortsteil Primstal gestohlen worden sind. Außerdem werden Bargeld und mehrere Gegenstände aus dem Fahrzeuginnern sichergestellt, die vermutlich aus einem Einbruch in einen Verkaufsstand für landwirtschaftliche Produkte auf einem Bauernhof stammen.
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Zu dem vermutlichen Einbruchsdiebstahl laufen weitere Ermittlungen, aufgrund des rheinland-pfälzischen Haftbefehls sitzt der 31-Jährige jetzt erst einmal im Gefängnis. Der unterschlagene Wagen wird an den rechtmäßigen Besitzer zurückgegeben.

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