Mord an Samuel Yeboah: Polizei richtet Soko ein, setzt Belohnung aus

Saarlouis: Die saarländische Polizei bittet aktuell um Hinweise in einem 30 Jahre zurückliegenden Mordfall. Zur Ergreifung des Täters oder der Täter ist eine Belohnung von 10.000 Euro ausgesetzt. Die Tat ereignet sich in der Nacht von auf den 19. September 1991. Auf das ehemalige Gasthaus „Weißes Rößl“ in der Saarlouiser Straße 53 im Saarlouiser Stadtteil Fraulautern wird in dieser Nach ein Brandanschlag verübt. Das Gebäude wird zu dieser Zeit als Asylbewerberheim genutzt, es befinden sich  zum Zeitpunkt des Brandanschlags 23 Menschen darin, die größtenteils schlafen. In den Flammen kommt der 27 Jahre alte Samuel Yeboah aus Ghana ums Leben. Die Polizei versucht damals, die Täter zu ermitteln, allerdings erfolglos. Bis jetzt. Aufgrund neuer Hinweise und wiederaufgenommener intensiver Ermittlungen bestätigt sich, was viele schon immer vermutet haben: Der Tat wurde wohl von Rechtsextremisten verübt. Das Verbrechen reiht sich laut Polizei ein in eine ganze Serie von Brand- und Sprengstoffanschlägen auf Asylbewerberunterkünfte Anfang der 90er Jahre im Raum Saarlouis. Neue Zeugenvernehmungen der eigens eingerichteten Sonderkommission „Welle“ ergeben, dass vor der Tat ein unbekannter, etwa 20 bis 30 Jahre alter Verdächtiger im Haus gesehen worden ist. Er wird beschrieben als hellhäutig, schlank und hochgewachsen, etwa 1,85 bis 1,90 Meter groß. Die Polizei sucht nun nach Zeugen, die etwas zu dem verdächtigen Mann oder dem Vorfall insgesamt sagen können. Denn die Ermittler halten es für möglich, dass sich der oder die Täter zwischenzeitlich anderen Personen anvertraut haben.

Für Hinweise, die auch anonyme gegeben werden können, steht eine eigens geschaltete Telefonnummer zur Verfügung: 0681 / 962 5555. schriftlich können Hinweise an das Postfach 101809 in 66018 Saarbrücken gerichtet werden. Alternativ kann für Hinweise die Rubrik „Hinweis aufgeben“ in der Onlinewache der saarländischen Polizei unter www.onlinewache.saarland.de genutzt werden.

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