Nach Deckeneinsturz in Neunkirchen: Behörde warnt jetzt Hausbesitzer

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Neunkirchen. Nach dem Einsturz einer Kellerdecke im Neunkircher Stadtteil Ludwigsthal richtet sich die Untere Bauaufsichtsbehörde jetzt mit einer Warnung an Hauseigentümer. Wer in seinem Keller eine sogenannte Kappendecke oder eine vergleichbare Stahlträgerdecke hat, sollte deren Zustand überprüfen lassen.

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Anlass ist ein Vorfall in der vergangenen Woche in Ludwigsthal. Dort ist eine solche Kellerdecke eingestürzt. Es ist nach Angaben der Stadt nicht der erste derartige Fall in Neunkirchen. Bereits vor einigen Jahren stürzte in Wiebelskirchen eine Decke ein. Dabei wurde sogar eine Gasleitung beschädigt, sodass erhebliche Mengen Gas austraten.

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Kappendecken und andere Stahlträgerkonstruktionen finden sich vor allem in älteren Gebäuden. Insbesondere nach dem Krieg wurden sie im Saarland häufig eingesetzt. Die Nähe zu den Stahlwerken begünstigte damals die Verwendung entsprechender Konstruktionen.

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Problematisch kann im Laufe der Jahrzehnte vor allem der Bereich werden, in dem die Stahlträger im Mauerwerk aufliegen. Stecken die Träger dort dauerhaft in feuchtem Mauerwerk, kann Korrosion die Konstruktion beeinträchtigen. Hauseigentümer sollten deshalb auf kritische Veränderungen achten und im Zweifel einen Fachmann hinzuziehen.

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Die Bauaufsicht weist darauf hin, dass die Eigentümer für die Sicherheit ihres Gebäudes und seiner Bauteile verantwortlich sind. Dazu gehören unter anderem die Standsicherheit und der Brandschutz. Wer eine entsprechende Deckenkonstruktion in seinem Haus hat und Schäden oder Veränderungen feststellt, sollte diese deshalb nicht ignorieren.

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Für betroffene Kappendecken gibt es nach Angaben der Behörde verschiedene Sanierungskonzepte, die teilweise vergleichsweise kostengünstig umgesetzt werden können. Von Reparaturen in Eigenleistung rät die Untere Bauaufsichtsbehörde allerdings ausdrücklich ab. Arbeiten an der Konstruktion sollten unter Beteiligung eines Bauingenieurs geplant und ausgeführt werden.

Dieser Beitrag wird bereitgestellt vom Medienverbund Saarland