Nach Waldbrand von Nonnweiler: Ermittler untersuchen verdächtige Böllerreste am Brandort

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Nonnweiler-Kastel: Nach dem großen Waldbrand bei Nonnweiler, der am Donnerstag (23. Juli 2026) rund 300 Einsatzkräfte stundenlang beschäftigte, gibt es eine möglicherweise brisante Spur zur Brandursache. In unmittelbarer Nähe des mutmaßlichen Brandausbruchsortes wurden Überreste von Knallkörpern entdeckt.

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Ob die Böller tatsächlich mit dem Feuer in Zusammenhang stehen, ist derzeit allerdings noch völlig offen. Ein Reporter machte die Polizei auf die Fundstelle aufmerksam und führte Beamte zu den Überresten. Die Polizeiinspektion Nordsaarland bestätigte am Nachmittag unserer Redaktion, dass entsprechende Spuren gesichert wurden und nun untersucht werden.

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Bilder zeigen rote Papier- und Pappreste zwischen Gras und Pflanzen. Auffällige Verwitterungsspuren sind darauf nicht zu erkennen. Wann die Böller gezündet wurden, lässt sich daraus jedoch nicht zweifelsfrei ableiten.

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Hinzu kommt die Aussage eines Augenzeugen: Er will auf seiner Anfahrt zwei Jugendliche beziehungsweise Kinder in dem betreffenden Bereich gesehen haben. Ob diese etwas mit den Böllern oder dem späteren Brand zu tun hatten, ist unklar. Die Polizei konnte beziehungsweise wollte sich zu dieser Beobachtung auf Nachfrage nicht näher äußern.

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Sollten dort tatsächlich kurz vor dem Brand Knallkörper gezündet worden sein, wäre dies angesichts der trockenen Vegetation äußerst gefährlich gewesen. Funken und glühende Bestandteile von Feuerwerkskörpern können trockenes Gras, Laub und anderes brennbares Material entzünden.

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Ob dies tatsächlich die Ursache des Großbrandes war, müssen nun die weiteren Ermittlungen zeigen. Ebenso völlig offen ist, ob – sollte sich überhaupt ein Zusammenhang bestätigen – Leichtsinn, Übermut oder eine vorsätzliche Handlung dahintersteckte.

Der Waldbrand hatte am Donnerstag einen massiven Großeinsatz ausgelöst. Sieben Feuerwehrkräfte wurden leicht verletzt, sechs von ihnen mussten im Krankenhaus St. Wendel behandelt werden. Auch am Freitag waren Feuerwehrleute weiterhin im Wald bei Kastel im Einsatz, um letzte Glutnester aufzuspüren und abzulöschen.

Fest steht bislang nur: Böllerreste wurden nahe der mutmaßlichen Ausbruchsstelle gefunden und von der Polizei als Spur gesichert. Ob sie tatsächlich den entscheidenden Hinweis auf die Ursache des verheerenden Waldbrandes liefern, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Dieser Beitrag wird bereitgestellt vom Medienverbund Saarland