Null Ergebnisse: Tobias Hans zur Videoschalte der Länder mit Kanzlerin Merkel

Saarbrücken: Eigentlich wollte Saar-Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) am heutigen Montagabend vor die Kameras treten und von den Ergebnissen der Corona-Videoschalte mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten der anderen Bundesländer berichten. Doch am Nachmittag wird der Termin kurzfristig und ohne Angabe von Gründen abgesagt. Aus Berlin ist da schon durchgedrungen: Es gibt jede Menge Zoff darum, mit welchen Corona-Maßnahmen es weitergehen soll.

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Während die Kanzlerin auf eine Verschärfung der Regelungen gedrängt haben soll, haben die Länder eine Maßnahme nach der anderen abgelehnt. Jetzt meldet sich Hans doch noch zu Wort und berichtet aus der Videoschalte. Ergebnisse: Keine! Man habe lediglich eine erste Zwischenbilanz zu den Anfang November in Kraft getretenen verschärften Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie gezogen. Über Lockerungen oder weitergehende Maßnahmen wollen Bund und Länder erst in der kommenden Woche beraten. Hans: „Obwohl es gelungen ist, das Infektionsgeschehen ein wenig abzubremsen, ist die erhoffte Trendwende bisher ausgeblieben.
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Von der Zielmarke der 50er-7-Tage-Inzidenz, ab der die so wichtige Kontaktnachverfolgung wieder uneingeschränkt möglich ist, sind wir noch weit entfernt. Auch die Situation im Gesundheitswesen ist nach wie vor angespannt. Klar ist: Wir brauchen eine gesamtgesellschaftliche Kraftanstrengung, um das Infektionsgeschehen über die Wintermonate zu kontrollieren. Wir haben nur dann eine Chance, wenn wir dem Virus sein Futter entziehen.
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Deshalb bitte ich alle Menschen im Saarland, jenseits von Ge- und Verboten, das eigene Verhalten auf den Prüfstand zu stellen und wann immer es möglich ist, auf Zusammenkünfte zu verzichten. Auch, wenn es hart ist und schmerzt: Mit jedem Treffen, auf das wir verzichten, machen wir es SARS-CoV-2 schwerer, sich zu verbreiten. Wir werden in den kommenden Tagen genauer sehen, ob die bisherigen Maßnahmen ausreichen und dann in der kommenden Woche erneut gemeinsam beraten, wie es über den November hinaus weitergeht. Auch, wenn wir weiterhin auf Sicht fahren müssen, ist es wichtig, den Menschen eine verlässliche Planung zu geben.“

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