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Polizei greift mit Großrazzia in Saarbrücken durch

Saarbrücken: Groß angelegter Einsatz gestern Nachmittag in der Landeshauptstadt. Rund 170 Einsatzkräfte von Saar-Polizei, Bundespolizei, Saarbrücker Ordnungsamt und Saarbahn führen massive Kontrollen in der Innenstadt durch. „Die aktuelle Sicherheitslage konstatiert für die gesamte Bundesrepublik Deutschland eine anhaltend hohe abstrakte Gefährdung. Neben einer auch im Saarland zu befürchtenden Konkretisierung der Gefahren durch den internationalen Terrorismus in Form von Anschlägen stehen aber auch andere Kriminalitätsfelder im Fokus der Öffentlichkeit“, sagt Innenminister Klaus Bouillon zu der Aktion. Oberbürgermeisterin Charlotte Britz erklärt: „Mit diesem Aktionstag setzen wir eine von mehreren Vereinbarungen der Sicherheitspartnerschaft um. Das ist ein wichtiger Punkt. Das Wichtigste ist aber, dass wir gemeinsam eine dauerhafte und sichtbare Polizeipräsenz in der Stadt fest vereinbaren.“ Die Bilanz der Polizei nach dem ersten Aktionstag: Insgesamt werden 241 Personenkontrollen durchgeführt, 46 Personen werden durchsucht. 52 Strafverfahren werden eingeleitet, davon 39 wegen Verdachts des Schwarzfahrens, zwei wegen Beleidigung von Polizeibeamten und 11 Ermittlungsverfahren wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz. Drei Personen werden im Verlauf der intensiven Fahndungs- und Kontrollmaßnahmen festgenommen. Dabei werden ein Vorführbefehl und ein Abschiebehaftbefehl vollstreckt. Außerdem gibt es eine vorläufige Festnahme wegen des Besitzes von Betäubungsmitteln, die Beamten nehmen eine Person zur Verhinderung weiterer Straftaten in Gewahrsam und greifen einen abgängigen Jugendlichen auf, der anschließend einer Betreuungseinrichtung übergeben wird. Besonders erfreulich: Außer einigen Konfrontationen und Provokationen gegenüber Einsatzkräften der Polizei gibt es im Verlauf der umfangreichen Einsatzmaßnahmen keinerlei weiteren Zwischenfälle. Hinweise für Leserreporter: Immer erst Hilfe leisten! Wenn keine Einsatzkräfte vor Ort sind, wählt den Notruf, sichert Unglücksstellen nach Möglichkeit ab und warnt andere. Startet falls notwendig und möglich eigene Lösch- oder Rettungsversuche. Bringt euch selbst und andere nicht in Gefahr. Behindert weder Rettungskräfte noch den Verkehr. Haltet euch an alle Gesetze, Vorschriften und Anweisungen von Einsatzkräften.

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