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Razzia bei Homburger Bürgermeister

Homburg/Neunkirchen: Unangemeldeter Besuch heute Morgen beim Bürgermeister der Stadt Homburg, Klaus Roth. Polizeifahnder der Einheit „Besondere Ermittlungen Korruption“, kurz BEK, klingeln daheim beim Bürgermeister und werden zeitgleich in seinem Büro im Rathaus vorstellig. Im Gepäck haben sie richterliche Durchsuchungsanordnungen. Wegen des Tatverdachts der Untreue und des Betrugs werden auch die Privat- und Geschäftsräume eines Homburger Elektrounternehmers und eines Neunkircher IT-Unternehmers durchsucht. Es besteht nach dem Ergebnis der bisherigen polizeilichen Ermittlungen ein Tatverdacht, dass der Bürgermeister im Jahr 2012 zum Schein die Planung für die EDV-Verkabelung im Rathaus Homburg in Höhe von über 35 000 Euro an eine der heute durchsuchten Firmen vergeben hat, obwohl diese Firma dafür nie etwas geleistet hat.
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Roth soll sich auf Kosten der Stadt selbst bereichert haben. Er verfügt über umfangreiches Wissen im EDV-Bereich und soll sogar die Ausschreibungsunterlagen der Firma selbst erstellt haben. Das Projekt EDV-Verkabelung bei der Kreisstadt Homburg ist bis heute nicht umgesetzt worden. Zudem ist Roth ist als Key Account Manager bei einer der Firmen beschäftigt und soll dieser Firma Aufträge der Kreisstadt Homburg zukommen gelassen haben, wobei es konkrete Hinweise gibt, dass dabei Leistungen von der Firma abgerechnet, aber nicht erbracht wurden. Insbesondere geht es dabei um eine „Software zur Verwaltung von Flüchtlingen“ gehen, für die die Stadt im Jahr 2015 mehr als 24 000 Euro ausgegeben hat.
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Soweit die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft. Bei den zeitgleich gestarteten Durchsuchungen wird im Laufe des Vormittags wird umfangreiches Beweismaterial gesichert. Die Dokumente und Datenträger müssen jetzt von den Ermittlern ausgewertet werden. Außerdem wird geprüft, wo die mehreren 10 000 Euro verblieben sind.
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