Saar-Feuerwehrmann opfert Urlaub, um Einsatzkräfte auf Helgoland zu unterstützen

St. Ingbert/Helgoland: Aus dem Saarland auf die mehr als 700 Kilometer entfernte Insel Helgoland zur Unterstützung der dortigen Feuerwehr – diese Reise ist kurz vor Weihnachten Günter Schwan aus St. Ingbert angetreten. Der freiwillige Feuerwehrmann, der Mitglied im Löschbezirk Hassel ist, hat vom 18. bis zum 23. Dezember einen ehrenamtlichen Dienst als sogenannter Verstärker bei der Freiwilligen Feuerwehr Helgoland übernommen. Hintergrund der Aktion:

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In der Urlaubszeit verlassen die Helgoländer traditionell die Insel, um beispielsweise selbst Urlaub machen zu können oder die Familien auf dem Festland zu besuchen. Darunter sind natürlich auch viele Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr. Zwischen der Insel und der Nordseeküste liegen mehr als 50 Kilometer Wasser, sodass bei einem Mangel an Feuerwehrleuten nicht einfach die Nachbarfeuerwehr aushelfen kann.
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Damit die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr auf Helgoland jederzeit gewährleistet ist, kommen in der Vorweihnachtszeit zahlreiche Feuerwehrleute aus dem gesamten Bundesgebiet, um die Helgoländer quasi abzulösen. Technisch stellt das kein Problem dar: Weil die Dienstvorschriften in Deutschland einheitlich sind und auch das Material von der kleinen Schlauchkupplung bis zum großen Feuerwehrauto genormt ist, kann ein Feuerwehrmann aus dem Saarland ohne Weiteres überall in der Republik seine helfende Hand reichen.
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Zunächst machen die auswärtigen Einsatzkräfte gemeinsam mit den Helgoländer Feuerwehrleuten Einweisungsfahrten auf der Insel, weil die engen Gassen gewöhnungsbedürftig sind. Dann heißt es Warten auf den Einsatz. Für Günter Schwan ist es bei seinem Besuch am dritten Tag so weit: Ein Flugzeug ist auf der Nebeninsel, die Düne genannt wird, über die Landebahn hinausgeschossen.
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Die Düne ist nur per Boot erreichbar, sodass die Feuerwehrleute erst übersetzen müssen, um zum Einsatzort zu gelangen. Glück im Unglück: Die Insassen bleiben unverletzt, die Maschine rammt nur einen Zaun. Trotzdem wäre im Falle eines Falles die Feuerwehr einsatzbereit gewesen – auch dank Helfern wie Günter Schwan!

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