St. Ingbert: Einsatz für die Feuerwehr der Mittelstadt am vergangenen Donnerstagabend. In einem Wohnhaus in der Südstraße tritt ein gefährliches Reinigungsmittel aus. Als die Bewohner sich der Situation bewusst werden, wählen sie gegen 20.30 Uhr den Notruf und verständigen die Rettungskräfte. Vor Ort können die Feuerwehrleute schon an der Hauseingangstür einen beißenden Geruch wahrnehmen. Insgesamt sind sieben Personen von dem Vorfall betroffen.
Sechs Personen, darunter drei Kinder, klagen über Beschwerden und werden umgehend vom ebenfalls alarmierten Rettungsdienst betreut. Die Feuerwehr kontrolliert das Gebäude unter Atemschutz mit Messgeräten, kann zunächst aber messtechnisch keine Feststellungen machen. Bei der weiteren Erkundung wird dann festgestellt, dass ein Schimmelreiniger ausgetreten ist. Die Chemikalie wird aus dem Gebäude gebracht, die Feuerwehr informiert den Rettungsdienst darüber, um welchen Stoff es sich handelt.
Durch Öffnen der Fenster wird das Gebäude von den Helfern auf natürliche Weise belüftet. Nach dem Rückbau aller Gerätschaften übergibt die Feuerwehr die Einsatzstelle dann an die Polizei. Die sechs Verletzten werden in umliegende Krankenhäuser eingeliefert, über ihren aktuellen Gesundheitszustand ist nichts bekannt. Die Südstraße ist im betroffenen Bereich für rund anderthalb Stunden für den Verkehr voll gesperrt. Die Feuerwehr ist mit vier Einsatzfahrzeugen und 20 Personen im Einsatz.
Wer die Chemikalie in dem Haus ausgebracht hat und ob dies absichtlich oder unbewusst geschehen ist, kann derzeit nicht gesagt werden. Informationen der Polizei liegen nicht vor. Für die Feuerwehr St. Ingbert ist es nicht der einzige Einsatz an diesem Tag: Die Helfer rücken auch zur Unterstützung nach Spiesen-Elversberg aus. Dort ist ein Küchenbrand in einem Mehrparteienhaus gemeldet worden. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte kann jedoch bereits Entwarnung gegeben werden.