Schwerer Tag für die Saar-Polizei: Heute vor einem Jahr wurde Simon Bohr erschossen

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Völklingen: Heute vor einem Jahr erlebte die saarländische Polizei einen ihrer schwärzesten Tage. An diesem Tag wurde Polizeioberkommissar Simon Bohr in Ausübung seines Dienstes auf brutale Weise umgebracht. Der Täter wurde aufgrund psychischer Probleme nicht für seine Tat bestraft. Die Deutsche Polizeigewerkschaft gedenkt ihres Kollegen mit einem 24-Stunden-Spendenlauf zugunsten ihrer gewerkschaftseigenen Stiftung, die sich für im Dienst verletzte und traumatisierte Kollegen einsetzt.

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Bundesweit hatte der Fall für Entsetzen und große Anteilnahme gesorgt. Auch das Urteil, das vom Landgericht Saarbrücken diesen April gefällt wurde, sorgte in ganz Deutschland für Fassungslosigkeit. Zur Erinnerung: Das Gericht verurteilte den Täter lediglich wegen besonders schweren Raubes und das auch lediglich nach dem Jugendstrafrecht. Aufgrund einer angenommenen schizophrenen Erkrankung wurde der junge Mann im Fall des Mordes und des versuchten Mordes freigesprochen.

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Markus Sehn, Landesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft Saarland und ihr stellvertretender Bundesvorsitzender, erinnert sich an seinen getöteten Kollegen: „Mit Simon haben wir einen Kollegen, einen Freund und ein Vorbild verloren. Einen Menschen, der stets für seine Kolleginnen und Kollegen da war und leidenschaftlich seinen Dienst für die Menschen in unserem Land geleistet hat. Sein Tod hat eine Lücke hinterlassen, die nicht zu schließen ist. Simon ist zwar nicht mehr aus dem Dienst nach Hause gekommen, aber er bleibt für immer im Herzen seiner Familie, seinen Freunden und Kolleginnen und Kollegen.“

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Der erste Jahrestag des tödlichen Angriffs auf Simon Bohr ist für viele Polizeibeamte, nicht nur auf seiner ehemaligen Dienststelle in Völklingen, ein emotional schwerer Tag. Die psychischen Folgen des brutalen Angriffs auf ihren Kollegen, die bis heute nachwirken, sind in diesen Tagen besonders deutlich spürbar. Sehn: „Eine solche einschneidende Einsatzsituation und der Verlust eines Kollegen hinterlässt tiefe Narben.“ Aber: „Simon bleibt für immer einer von uns.“

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Die Deutsche Polizeigewerkschaft hat anlässlich des Todestags von Simon Bohr gestern beginnend und noch bis heute andauernd einen 24-Stunden-Spendenlauf im Warndtstadion im Völklinger Stadtteil Ludweiler organisiert.

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