Sprengstoff-Alarm wegen Kanistern mit arabischer Schrift: Polizei gibt Entwarnung

Saarbrücken: Nach dem Sprengstoff-Alarm in der Saarbrücker Innenstadt am heutigen Mittwochnachmittag (wir berichteten) hat die Polizei soeben Entwarnung gegeben. Zuvor haben Experten das verdächtige Fahrzeug untersucht. Nachdem Schnüre an den Türen des BMW X3 angebracht worden sind, hat man den SUV aus der Entfernung geöffnet. Im Inneren haben die Beamten des Bombenkommandos mehrere rot-gelbe Blechkanister entdeckt und aus dem Fahrzeug befördert.

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Sie tragen eine weiße, arabische Aufschrift. Ob sie gefüllt oder leer sind, ist noch unklar. Behördensprecher Falk Hasenberg: „Von dem Fahrzeug geht keinerlei Gefahr aus. Was genau sich in den Kanistern befindet, können wir derzeit aber noch nicht sagen.“ Ob die Kanister bewusst nach einer Bombe aussehend in dem Wagen platziert worden sind, oder ob es sich um einen dummen Zufall handelt, muss ebenfalls noch ermittelt werden.
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Jedenfalls hat die Tatsache, dass der Wagen als Blockade direkt vor der Garageneinfahrt des Premier Inn-Hotels abgestellt worden ist, nicht gerade zur Entspannung der Situation beigetragen. Jetzt kann aber jede Gefahr ausgeschlossen werden. Die Sperrungen des Straßenverkehrs in der Umgebung können entsprechend aufgehoben werden.
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Auch der zwischenzeitlich unterbrochene Saarbahn-Verkehr zwischen den Haltestellen Trierer Straße und Ludwigstraße rollt langsam wieder an. Die Menschen in den gesperrten Bereichen dürfen wieder in ihre Wohnungen und an ihre Arbeitsplätze zurückkehren. Die Warnung, sich von Fenstern und Türen fernzuhalten, ist ebenfalls aufgehoben.
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In der gesamten Innenstadt kommt es aufgrund von Rückstaus noch zu massiven Verkehrsproblemen, die sich nur langsam auflösen. Die Polizei wird nun Kontakt zum Besitzer des Fahrzeugs aufnehmen und ihn zur Situation befragen. Wer die Kosten des Einsatzes tragen wird, kann derzeit noch nicht gesagt werden.

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