Straßenblockaden, Pyrotechnik, Corona-Verstöße: 400 „Fans“ verabschieden FCS

Saarbrücken: Am heutigen Samstag bestreitet der 1. FC Saarbrücken ein Auswärtsspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern. Am Vormittag versammeln sich dazu nach Polizeiangaben etwa 400 Fans des 1. FCS am Ludwigsparkstadion, um ihre Mannschaft für das anstehende Spiel zu verabschieden. An der Ausfahrt für die Fahrzeuge kommt es dabei kurzzeitig zu massiven Verkehrsbeeinträchtigungen durch die anwesenden Fans.

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Die fast ausschließlich männlichen FCS-Anhänger blockieren teilweise die Camphauser Straße. Als der schwarze Mannschaftsbus begleitet von einem zivilen Polizeifahrzeug das Gelände verlässt, wird eine Vielzahl an Pyrotechnik gezündet. Videos zeigen, wie Bengalos und Rauchbomben gezündet werden. Die Polizei scheint gegen die massive Überzahl der sogenannten Fußballfans machtlos zu sein. Aus Sicherheitsgründen wird die Fahrbahn zur Autobahn hin und von der Autobahn kommend für etwa zehn Minuten voll gesperrt.
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„Die Aktion wird für eine Vielzahl der anwesenden FCS-Fans Konsequenzen nach sich ziehen“, kündigt das Landespolizeipräsidium an. Denn die Einsatzkräfte haben die gesamte zehnminütige Szenerie gefilmt.  Jetzt sollen im Nachgang entsprechende Verfahren wegen Verstößen gegen das Waffen- und Sprengstoffgesetz sowie gegen die Corona-Verordnung gegen die betreffenden Personen eingeleitet werden.
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Für die heute Abend anstehende Rückreise der Mannschaft des FCS weist das Landespolizeipräsidium schon im Voraus darauf hin, dass die Polizei auf jegliche Ansammlungen entsprechend reagieren und Verstöße gegen die Corona-Verordnung oder sonstige Verstöße konsequent dokumentieren und ahnden wird. Die Polizei fordert in diesem Zusammenhang noch einmal alle Fans eindringlich auf, sich an die geltenden Corona-Bestimmungen zu halten. Die Partie gegen die Kaiserslauterer haben die Saarbrücker übrigens mit 2:1 verloren.

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