Suche nach Ertrunkenem am Stausee Losheim stellt sich als böswillige Alarmierung heraus

Losheim: Dreiste Tat am gestrigen Mittwochabend im Nordsaarland. Dort gehen bislang unbekannte Täter gegen 17 Uhr zu einer Notrufsäule, die am Stausee in Losheim aufgestellt ist. Sie benutzen das Gerät, um der Rettungsleitstelle auf dem Saarbrücker Winterberg zu melden, dass gerade ein Mensch im Stausee ertrunken ist. Sofort wird Großeinsatz in der Umgebung ausgelöst.

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Neben den Wasserrettern der DLRG rücken auch die Polizei, die Freiwillige Feuerwehr und ein Rettungswagen aus zu dem beliebten Badesee. Aus der Luft kommt der Saarbrücker Rettungshubschrauber Christoph 16 zum Ort des Geschehens. Wie sich vor Ort herausstellt, ist der teure Einsatz jedoch völlig unnötig. Die unmittelbar alarmierte DLRG-Wachmannschaft trifft nur wenige Minuten nach Alarmierung durch die Leitstelle an der Notrufsäule ein.
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Dabei treffen die Helfer die Personen, die den Notruf ausgelöst haben, jedoch schon nicht mehr an. Auch am Ufer und im Wasser ist niemand zu sehen, weder mögliche Verunglückte noch irgendwelche Menschen, die auf der Suche nach dem vermeintlichen Opfer sind. Die Helfer befragen in der Nähe befindliche Angler und Wassersportler. Die haben zwar mehrere Personen an der Notrufsäule gesehen, jedoch keinen Notfall auf dem Wasser beobachtet.
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Weil man einen echten Unglücksfall dennoch nicht ganz ausschließen kann, läuft zunächst das für einen solchen Fall vorgesehene Programm an: Neben einem weiteren DLRG-Bootstrupp treffen nach und nach die Feuerwehr, die Polizei, ein Rettungswagen sowie der Rettungshubschrauber Christoph 16 an der vermeintlichen Unfallstelle ein. Mit dem Helikopter wird die Wasserfläche mit Hilfe einer Spezialkamera eingehend nach Anzeichen eines Unfalls abgesucht. Nach etwas mehr als einer Stunde muss schließlich davon ausgegangen werden, dass es sich um eine Falschalarmierung handelt. Die Polizei ermittelt nun.

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