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Syrer neun Wochen nach beinahe tödlicher Messerattacke festgenommen

Saarbrücken: Am Abend des 16. Februars, einem Freitag kommt es gegen 22.45 Uhr in der Nähe der McDonald’s-Filiale in der Reichsstraße zu einem Messerangriff auf einen 18-jährigen Afghanen. Lange war der Täter auf der Flucht, aber gestern nehmen Ermittler des Landespolizeipräsidiums einen verdächtigen 21-Jährigen fest, der sich bei Bekannten in Saarbrücken versteckt hält. Nach Verkündung des Haftbefehls wegen versuchten Totschlags beim Amtsgericht Saarbrücken sitzt der Beschuldigte jetzt in der Justizvollzugsanstalt Saarbrücken auf der Lerchesflur. Dort wartet der junge Mann auf seinen Prozess. Im Vorfeld des Messerangriffs war es in der besagten Nacht im Februar zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei Gruppen von Männern gekommen.
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Während sich der später verletzte Afghane in der Folge mit zwei ihm unbekannten Männern der rivalisierenden Gruppe unterhielt, griff ihn der Täter von hinten mit einem Messer an. Dadurch erlitt der 18-Jährige lebensbedrohliche Stichverletzungen im Oberkörperbereich. Das Opfer befand sich zu diesem Zeitpunkt auf der Suche nach einer Tätergruppe, die seinen Freund etwa eine Stunde zuvor an der gleichen Stelle zusammengeschlagen hatte.
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Das Opfer konnte sich zur Bundespolizei am Hauptbahnhof flüchten. Aufgrund erster Ermittlungen des Kriminaldienstes Saarbrücken bewertete die Staatsanwaltschaft den Angriff als versuchtes Tötungsdelikt, weshalb das Dezernat für Kapitalverbrechen den Fall übernahm. Im Rahmen intensiver Ermittlungsarbeit, unterstützt durch die Zentrale Ausländerbehörde, konnte der Täter schließlich identifiziert und sein Aufenthaltsort lokalisiert werden. 
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Der 21-Jährige macht zu den Tatvorwürfen bislang keine Angaben. Noch am Tatabend finden Polizeibeamte ein Messer. Ob es sich dabei um die Tatwaffe handelt, steht derzeit noch nicht fest. Die Ermittlungen dauern an.

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