
Vom Röntgen bis zur Teddy-OP: 160 Medizinstudenten zeigen Kindern spielerisch, warum sie vor einem Arztbesuch keine Angst haben müssen. Foto: Julie Jager
Homburg. Bauchweh beim Teddy, ein gebrochenes Bein beim Kuscheltier oder sogar eine Operation: Rund 700 Kinder haben ihre flauschigen Patienten zur Teddyklinik gebracht. Erstmals verwandelte sich dafür das Homburger Rathaus in eine kleine Klinik.
Rund 160 Medizinstudenten kümmerten sich an verschiedenen Stationen um die kleinen Besucher und ihre Kuscheltiere. Die Kinder konnten ihre Teddys anmelden, bei Untersuchungen begleiten und erleben, wie geröntgt, verbunden oder sogar „operiert“ wird. Ziel der Aktion ist es, Kindern spielerisch die Angst vor Arztbesuchen und Krankenhäusern zu nehmen.
Normalerweise findet die Teddyklinik im Homburger Saalbau statt. Da dieser diesmal nicht zur Verfügung stand, sprang die Stadt ein und stellte Räume im Rathaus zur Verfügung. Charlotte Scharriär und Maria Römbke aus dem Organisationsteam führten Oberbürgermeister Michael Forster sowie Gäste aus Politik, Wissenschaft und Universitätsklinikum durch die Teddyklinik.
Forster zeigte sich beeindruckt vom Einsatz der Studenten. „Es ist jedes Jahr aufs Neue beeindruckend, mit wie viel Fantasie und Begeisterung die Studenten die Teddyklinik auf die Beine stellen“, erklärte der Oberbürgermeister. Besonders hob er hervor, dass die Organisation zusätzlich zum anspruchsvollen Medizinstudium gestemmt werde.
Das Projekt hilft dabei nicht nur den Kindern. Auch die angehenden Ärzte sammeln Erfahrungen im Umgang mit jungen Patienten und lernen, medizinische Vorgänge verständlich zu erklären. Für dieses Engagement erhielt die Teddyklinik bereits den Sonderpreis für herausragendes studentisches Engagement beim Landespreis Hochschullehre 2025.
Und Homburg wird schon bald erneut zum Treffpunkt der Teddyklinik-Welt: Im November findet dort der jährliche Teddyklinikkongress statt. Erwartet werden Studenten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die sich über ihre Projekte austauschen und gemeinsam neue Ideen für die Arbeit mit Kindern entwickeln wollen.


