Berlin/Saarbrücken: Nach einem terroristischen Anschlag auf den Christopher Street Day in Berlin am gestrigen Samstagabend fahndet die Polizei aktuell nach mindestens einem flüchtigen Täter. Medienberichten zufolge wird an allen deutschen Außengrenzen, wo seit geraumer Zeit ohnehin wieder massive Kontrollen stattfinden, nach dem Gesuchten Ausschau gehalten. Zudem sollen Nachbarländer wie Luxemburg und Frankreich von den Behörden auf den mutmaßlichen Terroristen hingewiesen worden sein.
Konkrete Hinweise, dass sich der Mann in unserer Region aufhalten, hierhin unterwegs sein oder Kontakte in die Region haben könnte, gibt es derzeit wohl nicht. Wie die Berliner Polizei und Generalstaatsanwaltschaft in einer Öffentlichkeitsfahndung bekannt gibt, soll es sich bei dem Gesuchten um einen Mann namens Abdul B. handeln.
Der 21-Jährige soll gegen 22 Uhr im Bereich des Tiergartens mehrere Personen mit einem fahrenden Fahrzeug verletzt haben. Eine oder mehrere Personen sollen sich anschließend aus dem Fahrzeug entfernt haben. Des Weiteren sollen im Anschluss mehrere Personen durch Stichwerkzeuge verletzt worden sein. Es hat mindestens zehn Verletzte gegeben, eine Frau ist verstorben. Der Mann wird beschrieben als etwa 1,90 Meter groß und von schlanker Statur.
Er hat schwarze Haare, trug bei der Tat einen schwarzen Hoodie und eine weiße Hose. Die Beamten warnen: „Bitte sprechen Sie die gesuchte Person bei Antreffen in keinem Fall an und meiden Sie den direkten Kontakt. Sie ist möglicherweise bewaffnet und gefährlich! Kontaktieren Sie unverzüglich den polizeilichen Notruf 110.“
Medienberichten zufolge könnte es auch einen Mittäter geben, dazu haben sich die Behörden bislang aber noch nicht geäußert. Hinweise können online über ein Hinweisportal der Polizei Berlin, ein speziell geschaltetes Hinweistelefon unter 030 / 54 02 41 11 oder jede andere Polizeidienststelle gegeben werden.

