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Vermeintliche Geiselnahme im Arbeitsamt löst Großeinsatz aus

Saarlouis: Zwei Stunden Nervenkrieg für die Polizei heute Nachmittag in der Saarlouiser Innenstadt! Ein junger Mann betritt gegen 16 Uhr ein Nebengebäude der Agentur für Arbeit in der Straße Am Kleinbahnhof. Dabei wird er von einer Anwohnerin beobachtet, die glaubt zu sehen, dass er eine Pistole hinten in seinem Hosenbund trägt. Die Frau informiert aufgeregt die Polizei. Die Beamten reagieren mit einem Großeinsatz. Alle verfügbaren Einheiten in der näheren Umgebung werden angefordert und riegeln den Gebäudekomplex sowie die Tiefgarage ab. In der Zwischenzeit rücken speziell geschulte und ausgerüstete Kräfte der Operativen Einheit aus dem ganzen Land an und beziehen so Stellung, dass sie vom betroffenen Gebäude aus nicht zu sehen sind.
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Aus Saarbrücken kommt ein mehrköpfiges Team des Spezialeinsatzkommandos, die Verhandlungsexperten der Polizei werden informiert. Für den Notfall stehen ein Rettungswagen und zwei Notärzte zur Verfügung. Im Gebäude sind auf mehreren Etagen Mitarbeiter in ihren Büros eingeschlossen, werden fortlaufend von der Polizei über Telefon auf dem Laufenden gehalten. Nachdem sich die Beamten einen Überblick über die Lage des Gebäudes und die Zugriffsmöglichkeiten verschafft haben, stürmen zahlreiche schwer bewaffnete SEK-Kräfte und Beamte der Operativen Einheit das Gebäude. Dann ist ein lautes „Polizei! Hände hoch!“ zu hören.
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Kurze Zeit später wird die Zielperson mit den Händen über dem Kopf abgeführt. Er wird an einem Streifenwagen durchsucht, danach von Kriminalbeamten in einem Zivilfahrzeug weggebracht. Später stellt sich heraus: Der Mann ist völlig unschuldig, es handelte sich um ein komplettes Missverständnis.
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Gegen 18.30 Uhr ist der Einsatz für die rund 60 Polizeibeamten zu Ende, die betroffene Person wird nach Hause entlassen und die Mitarbeiter des Jobcenters dürfen nach Hause gehen.

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