Saarlouis: Nach dem spektakulären Verkehrsunfall in der Nacht zum Donnerstag in Saarlouis ist die Strecke mittlerweile wieder freigegeben. Nach einem heftigen Zusammenstoß im Kreuzungsbereich von Anton-Merzig-Ring und Holtzendorffer Straße war ein grauer Mercedes GLC AMG, Neupreis mehr als 80.000 Euro, durch ein Brückengeländer mehrere Meter tief in den Saar-Altarm gestürzt.
Nach Angaben der Polizei fuhr der Unfallverursacher mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit in die Kreuzung ein. Dabei missachtet er die Vorfahrt eines von links kommenden BMWs. Im Kreuzungsbereich kam es zur Kollision. Durch die Wucht des Aufpralls durchbrach der teure Mercedes das Brückengeländer und stürzte rund fünf Meter tief in den Fluss. Das Auto sank vollständig auf den Grund des Gewässers. Sofort begann ein aufwendiger Rettungs- und Sucheinsatz. Neben der Feuerwehr Saarlouis rückten auch ein Rettungsboot sowie der Wasserrettungszug der DLRG an.
Taucher durchsuchten das vollständig unter Wasser liegende Fahrzeug sowie das umliegende Gewässer. Zusätzlich setzten die Einsatzkräfte ein Sonar ein, um den Bereich rund um die Unfallstelle großflächig abzusuchen. Trotz der intensiven Suche fanden sie weder im Fahrzeug noch im Wasser eine Person. Denn nach Aussagen von Zeugen gelang es dem Fahrer offenbar, sich noch vor dem Eintreffen der Rettungskräfte selbst aus dem versunkenen Auto zu befreien. Der Mann schwamm zunächst ans Ufer und flüchtete anschließend zu Fuß. Ob der Mann bei dem Unfall verletzt wurde und wie schwer diese möglichen Verletzungen sind, ist bislang nicht bekannt. Er bleibt weiterhin verschwunden.
Der Fahrer des zweiten beteiligten Fahrzeugs hatte weniger Glück. Sein Auto kam mehrere Meter von der eigentlichen Unfallstelle entfernt auf der Holtzendorffer Straße zum Stehen. Der 35-Jährige konnte den BMW zwar selbst verlassen, erlitt nach Angaben der Polizei jedoch schwere, allerdings nicht lebensbedrohliche Verletzungen. Rettungskräfte versorgten ihn zunächst an der Unfallstelle, bevor sie ihn zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus brachten.
Während des Einsatzes geriet das beschädigte Fahrzeug des 35-Jährigen in Brand. Die Feuerwehr konnte die Flammen schnell löschen und verhinderte ein größeres Feuer. Nach ersten Erkenntnissen entstand an beiden Fahrzeugen erheblicher Sachschaden. Für die aufwendigen Bergungsarbeiten blieb der gesamte Kreuzungsbereich bis Donnerstagmittag voll gesperrt. Die Ampelanlage im Kreuzungsbereich ist nach dem schweren Unfall weiterhin außer Betrieb.
