Zehn Kinder in Klinik: Schüler versprüht Pfefferspray

St. Ingbert: Großeinsatz für den Rettungsdienst am heutigen Montagvormittag in St. Ingbert. Gegen 11.30 Uhr ist eine sechste Klasse des Albertus-Magnus-Gymnasiums mit Lehrerbegleitung zur Stadtbücherei unterwegs. Auf dem kurzen Fußweg von der Neuen Meßstraße zur Kaiserstraße geraten offenbar zwei Schüler in Streit.

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Im Zuge der verbalen Auseinandersetzung zückt plötzlich einer der Schüler, ein 13 Jahre alter Junge, eine Sprühdose mit Pfefferspray. Ob er das Mittel gezielt gegen einen Kontrahenten oder innerhalb der Schülergruppe freisetzt, ist noch unklar. Jedenfalls bekommen mehrere Kinder die stark reizende Flüssigkeit ab.
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Schon nach wenigen Augenblicken klagen zahlreiche Schüler über Atemwegsprobleme und schmerzhafte Gesichts- und Augenreizungen. Jemand wählt den Notruf, wodurch ein großer Rettungseinsatz ausgelöst wird. Mehrere Notärzte und Rettungswagen fahren zum Ort des Geschehens, um die Kinder zu versorgen. Auch der Leitende Notarzt und der Organisatorische Leiter des Rettungsdienstes fahren nach St. Ingbert, um den Großeinsatz zu koordinieren.
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Insgesamt werden zehn Schulkinder mit Rettungswagen ins Universitätsklinikum nach Homburg eingeliefert und dort weiterbehandelt. Mehrere leichter verletzte Kinder werden vor Ort von Ärzten und Rettungssanitätern versorgt. Auch die Polizei wird von den Lehrkräften hinzugezogen. Als die Beamten am Ort des Geschehens eintreffen, hat sich der Versprüher des Pfeffersprays bereits zu Fuß aus dem Staub gemacht.
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Im Rahmen einer Fahndung kann der Schüler jedoch kurze Zeit später an seiner Wohnanschrift angetroffen werden. Da er das 14. Lebensjahr noch nicht erreicht hat, hat der Junge keine strafrechtlichen Konsequenzen zu befürchten. Die Eltern der betreffenden Kinder werden von der Schule über den Vorfall informiert, die Schule will das Geschehene nun gemeinsam mit den Schülern aufarbeiten.

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