
Saarland: (Von unserem Reporter Thorsten Kremers) Ein heftiges Unwetter hat am Freitagnachmittag (17. Juli 2026) das Saarland getroffen und innerhalb kürzester Zeit für erhebliche Behinderungen gesorgt.
Wie die Polizei mitteilte, kam es zwischen 15:30 Uhr und 17:00 Uhr zu einer massiven Häufung von Notrufen. Bei der Lagezentrale der Polizei gingen in diesem kurzen Zeitfenster rund 30 Einsätze ein. Die genauen Einsatzzahlen der Feuerwehr-Notrufzentrale lagen zu diesem Zeitpunkt noch nicht vor, dürften die Bilanz jedoch noch deutlich nach oben schrauben.
Besonders dramatisch stellte sich die Situation auf den saarländischen Autobahnen dar, wo heftiger Starkregen die Straßen in Rutschbahnen verwandelte. Es kam zu mehreren folgenschweren Unfällen, bei denen es nach ersten Angaben auch Verletzte gab. Betroffen waren unter anderem die A8 im Bereich des Parkplatzes Niedmündung sowie bei Elversberg, die A1 nahe Quierschied und die A6 bei Rohrbach.
Ein konkreter Unfall ereignete sich auf der A8 Saarlouis in Fahrtrichtung Pirmasens auf dem dreispurigen Teilstück zwischen Elversberg und Heinitz: Aufgrund der enormen Wassermassen verlor der Fahrer eines SUVs die Kontrolle über sein Fahrzeug. Der Wagen schleuderte über die Fahrbahn und krachte auf der linken Überholspur in die Leitplanke. Rettungsdienst und Feuerwehr rückten umgehend aus, um die Unfallstelle abzusichern und Verletzte zu versorgen. Zudem musste die Fahrbahn gereinigt werden.
Abseits der Autobahnen hinterließen die Wassermassen ebenfalls eine Spur der Verwüstung. Wie in Sulzbach ging vielerorts wolkenbruchartiger Starkregen runter, der Straßen in kürzester Zeit flutete. Neben überschwemmten Fahrbahnen kam es im gesamten Land zu vollgelaufenen Kellern und durch den enormen Wasserdruck angehobenen Gullydeckeln.
Zudem stürzten durch die Sturmböen vereinzelt Bäume um. Satellitenbilder verdeutlichen das Ausmaß der Unwetterzelle, die am Nachmittag direkt über dem Saarland stand. Autofahrer werden dringend gebeten, bei nachfolgenden Unwettern ihre Geschwindigkeit den extremen Sicht- und Straßenverhältnissen anzupassen.
