Automaten-Sprenger fahren der Polizei knapp vor der Nase davon

Homburg: In der Nacht von Mittwoch auf den heutigen Donnerstag haben Unbekannte einen Geldautomaten in der Homburger Innenstadt gesprengt. Gegen 2.40 Uhr am frühen Morgen melden sich die Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes bei der Polizei: Über eine Überwachungskamera sieht das Security-Personal zwei maskierte Personen in der Filiale der Commerzbank in der Eisenbahnstraße. Die beiden manipulieren im Bereich eines Geldautomaten der Bank. Kurze Zeit später gibt es einen gewaltigen Rumms in dem Gebäude. Sofort fährt ein Polizeikommando zum Tatort in der Innenstadt.

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Doch noch vor Eintreffen der Beamten steigen die Täter in einen schwarzen Kombi oder SUV mit Wittlicher Kreiskennzeichen (WIL) und flüchten mit hohem Tempo in Richtung B 423. Die Streifenwagenbesatzung kann Sichtkontakt zum Fluchtwagen aufnehmen, der zu diesem Zeitpunkt vermutlich mit vier dunkel gekleideten Personen besetzt ist. Mit stark überhöhter Geschwindigkeit rasen die Täter über die B 423 weiter in Richtung A 6. An der gesperrten Anschlussstelle Homburg in Fahrtrichtung Mannheim verlieren die Polizisten jedoch den Sichtkontakt zu dem flüchtenden Fahrzeug, die Täter entkommen unerkannt.
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Möglicherweise haben sie den gesperrten Baustellenbereich genutzt, denn bei der Flucht zeigen sich die meist organisierten Automatensprenger oft äußert kreativ: So wurde in Merzig vor einer Automatensprengung das Tor zur Polizeiinspektion zugekettet. In Völklingen nutzten die Täter eine Autobahnanschlussstelle, die nur eine Abfahrt, aber keine Auffahrt hat, zur Flucht. Im aktuellen Fall in Homburg sind, auch das geschieht häufig, gestohlene Kennzeichen verwendet worden. Durch die Sprengung wird der Geldautomat vollständig zerstört, der Sachschaden beläuft sich auf mehrere Zehntausend Euro.
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Ob darüber hinaus ein Gebäudeschaden entstanden ist, muss noch überprüft werden. Die Täter flüchten mit einer noch unbekannten Summe Bargeld. Welches Sprengmittel verwendet worden ist, teilt die Polizei nicht mit. Meist wird jedoch ein Gasgemsich in die Automaten eingeleitet und dann gezündet. Das Dezernat für Eigentumskriminalität hat die Ermittlungen übernommen, die Spurensicherung übernimmt noch in der Nacht die Tatortaufnahme.

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