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Busstreik: Arbeiter, die quer gestellten Bus abschleppen wollen, bedroht

Saarbrücken: Seit dem heutigen Dienstagmorgen streiken in weiten Teilen des Saarlandes die Busfahrer. Betroffen sind unter anderem die Saartallinien. Ein Teil der gewerkschaftlichen Aktionen findet daher vor dem Omnibushof in der Malstatter Straße statt. Dort ist unter anderem ein Bus von den Streikenden so vor der Zufahrt geparkt worden, dass es für Streikbrecher schwer möglich ist, daran vorbeizukommen. Um die Ausfahrt wieder freizubekommen, ist ein Abschleppunternehmer beauftragt worden. Der rückt am Nachmittag mit einem schweren Bergungsfahrzeug an. 

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Bislang jedoch ohne Erfolg. Die Streikenden verhindern momentan die Abschleppaktion. Die Mitarbeiter des Bergungsunternehmens sind sogar bedroht worden. Derweil sieht der kommunale Arbeitgeberverband zurzeit keine Basis für weitere Tarifgespräche bei den Busunternehmen. Die Gewerkschaft Verdi, die zu dem Streik aufgerufen hat, will noch am Nachmittag über eine mögliche Fortsetzung des Streiks entscheiden.
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So lange bleibt unklar, ob Arbeiter und Schulkinder, die auf die Busse angewiesen sind, morgen wieder fahren können. Die Aktion heute hat für jede Menge Chaos gesorgt. Allein im Saarbrücker Busdepot bleiben 130 Busse stehen. Die Saarbahn ist zwar nicht direkt betroffen und fährt zwischen Lebach und Saarbrücken, allerdings kommt es auch dort durch Überlastungen zu Verkehrsproblemen.
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Auch viele Pendler, die sonst mit dem Bus fahren und heute auf das Auto ausgewichen sind, verstopfen in den Städten die Straßen. Vor den Schulen im Land kommt es am Morgen und am Mittag ebenfalls zu Staus, weil viele Eltern ihre Kinder nach den Busausfällen mit dem Auto bringen. Die Gewerkschaft Verdi fordert 472 Euro mehr für rund 700 Fahrer und weitere 300 Mitarbeiter aus Verwaltung und Werkstätten. Gestern waren die Verhandlungen mit den Arbeitgebern ergebnislos abgebrochen worden.

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