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Defekte Waschmaschine löste das Feuerdrama mit drei Toten aus

Neunkirchen: Nach dem verheerenden Brandgeschehen in Neunkirchen am Sonntagmorgen haben Brandermittler des Landespolizeipräsidiums die Brandursache geklärt. Die Beamten des Fachdezernats Brandermittlungen am Landespolizeipräsidium führen am Donnerstag gemeinsam mit einem externen Sachverständigen eine Brandursachenermittlung in dem Brandobjekt durch. Hierbei wird festgestellt, dass der Brandausbruch wie vermutet im Kellergeschoss des Hauses in der Waschküche stattgefunden hat. In diesem Raum waren insgesamt zehn Großgeräte, Waschmaschinen und Wäschetrockner, aufgestellt. Eine Waschmaschine kann zweifelsfrei als Brandausbruchsstelle definiert werden. 

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Im Ergebnis der weiteren Ermittlungen ist derzeit von einem elektrotechnischen Defekt der Waschmaschine auszugehen. Eine Brandstiftung in diesem Kellerraum kann zwar nicht gänzlich ausgeschlossen werden, erscheint aber eher unwahrscheinlich. Auch die Identität und die Todesursache der zuletzt entdeckten Leiche steht fest.
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Die Obduktion des am Donnerstag geborgenen Mannes ergab als Todesursache eine Rauchgasintoxikation. Nach objektiv vorhandenen Identifizierungsmerkmalen handelt es sich bei dem Opfer um den vermissten 50-jährigen Mann. Damit wird nun niemand mehr in dem Mehrfamilienhaus vermisst. Am Mittwoch hatten die Ermittler bereits den Körper des vier Jahre alten Jungen entdeckt, am Dienstag die Leiche der 33 Jahre alten Familienmutter. Alle drei wohnten in dem Unglückshaus im Dachgeschoss.
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Während die Bewohner der Stockwerke darunter sich selbst ins Freie retten konnten, von Anwohnern oder der Feuerwehr aus dem Gebäude geholt wurden, hatte die Familie im Dachgeschoss keine Chance. Bei Eintreffen der Feuerwehr stand das gesamte Gebäude bis unter das Dach in hellen Flammen. Fraglich ist, ob das Haus nach dem Brand abgerissen werden muss.

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