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Demonstration in Saarbrücken: Reisebranche kämpft um ihre Existenz

Saarbrücken: Zahlreiche Menschen stehen am heutigen Mittwoch auf dem Tbilisser Platz in Saarbrücken vor dem Staatstheater. Mit ausreichend Mindestabstand und die meisten mit Mundschutz ausgerüstet haben sie Reisekoffer dabei, im Hintergrund stehen mehrere Reisebusse. Doch hier verreist niemand. Und genau das ist das Problem. Bundesweit haben heute Betriebe und Mitarbeiter aus der Tourismus-Branche demonstriert. Die Initiative „Wir zeigen Gesicht! Rettet die Reisebüros – rettet die Touristik“ hat dazu in ganz Deutschland aufgerufen. In 40 Städten gibt es dazu Aktionen und einer dieser Orte ist die saarländische Landeshauptstadt. Bei uns wird die Demo überhaupt erst möglich durch eine Anpassung der Corona-Verordnung.

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Für die Reisebranche im Saarland ist Demonstrieren nicht nur möglich, sondern bitter nötig. Denn die Auswirkungen der Corona-Krise bekommen neben den internationalen Großkonzernen auch die Kleinen vor unserer Haustüre zu spüren. Den Reisebüros in der Region brechen die Umsätze weg, die Busunternehmen in der Umgebung treibt die Corona-Krise an den Abgrund.
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Viele Demo-Teilnehmer haben nicht nur monatelange Verdienstausfällen hinter sich, sondern nach der neusten Verlängerung der weltweiten Reisewarnung bis zum 15. Juni auch Angst um ihre Zukunft. Es wird eine große globale Pleitewelle befürchtet. „Rettet die Reisebranche – Tourismus hält die Welt zusammen“ lautet daher auch das Motto der Demo. Rund 50 Teilnehmer sind dazu nach Saarbrücken gekommen.
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Sie fordern von der Bundesregierung unter anderem einen Rettungsfonds in Höhe von zehn Milliarden Euro für ihre Branche. Daneben wollen die Tourismus-Beschäftigten und die Reiseunternehmer aber vor allem auch eins: von der Politik wahrgenommen werden. Leider klappt das in Saarbrücken nicht. Kein Politiker lässt sich auf dem Tbilisser Platz blicken.

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