Dutzende Katzen und zig Kadaver in Wochenendhäuschen entdeckt

Saarbrücken: Grausige Entdeckung in einem Wochenendhäuschen im Saarbrücker Stadtteil St. Arnual! Am heutigen Sonntag Vormittag alarmieren dort Anwohner im Großen Hohlweg die Rettungskräfte. Aus einer Hütte auf einem zugewucherten Gelände tief in einem Waldstück dringt das Wimmern von Dutzende Katzen.

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Feuerwehr und Polizei rücken aus und trauen beim Eintreffen vor Ort ihren Augen nicht: In dem Wochenendhäuschen befinden sich mehr als 30 Katzen, teilweise ungepflegt und in schlechtem Zustand. Noch erschreckender: Auf dem Gelände lagern in rund 50 Tüten zig Katzenkadaver. Offensichtlich hat hier jemand illegal die Tiere gezüchtet! Experten des Deutschen Tierschutzbundes Landesverband Saarland und Mitarbeiter des Bertha-Bruch-Tierheims Saarbrücken rücken mit mehreren Fahrzeugen und Dutzenden Katzenkörbchen an.
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Auch die Berufsfeuerwehr Saarbrücken schickt Tierexperten und einen speziellen Tierrettungsfahrzeug nach St. Arnual aus. Die Tiere, die ihr Fristen in dem Wochenendhaus überlebt haben, werden behutsam eins nach dem andern in die Körbchen gesetzt und abtransportiert. Nach einer Untersuchung beim Tierarzt soll entschieden werden, wo die Vierbeiner anschließend untergebracht werden. Die Situation ist selbst für die erfahrenen Tierschützer dermaßen belastend, dass sich einige nach dem Einsatz übergeben müssen. Die Polizei hat nun die Ermittlungen in dem Fall wegen Verdachts gegen das Tierschutzgesetz aufgenommen.
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Zunächst soll nun geklärt werden, wer der Eigentümer der Parzelle mit samt des Häuschens ist und von wem die Anlage zuletzt benutzt worden ist. Angaben von geschockten Anwohnern zufolge soll in unregelmäßigen Abständen eine ältere Frau auf dem Grundstück gesehen worden sein. Der Einsatz vor Ort läuft derzeit noch und wird voraussichtlich noch mehrere Stunden lang andauern. Die Polizei will später weitere Details zu dem Fall bekanntgeben.

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