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Eigene Mutter erstochen: Täter psychisch krank

Ottweiler: Die Polizei hat weitere Einzelheiten zur Bluttat heute Morgen in Ottweiler bekannt gegeben. Es ist etwa 8.10 Uhr, als ein Mann den Notruf der Polizei wählt. Er erklärt den Beamten, dass er gerade seine eigene Mutter umgebracht hat. Er berichtet, sie in ihrer Wohnung erstochen zu haben. Die Polizei schickt sofort einen Streifenwagen zum Ort des Geschehens im Drosselweg. Es handelt sich um eine ruhige, beschauliche Wohnsiedlung der Mittelschicht. Tatsächlich finden die geschockten Polizisten in dem weißen Zweifamilienhaus den leblosen Körper der Seniorin vor. Rettungswagen und Notarzt werden alarmiert, doch für die alte Dame kommt jede Hilfe zu spät.
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Der Notarzt kann nur noch den Tod der Frau feststellen. Den Tatverdächtigen, einen 53 Jahre alten Mann, können die Beamten noch am Tatort festnehmen. Er lässt das Telefon, mit dem er die Polizei angerufen hat, vor dem Haus in den Schnee fallen, kann danach widerstandslos festgenommen werden. Der Sohn des Opfers hat mit der Frau unter einem Dach gewohnt.
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Beamte der Spurensicherung und Rechtsmediziner der Uni Homburg kommen vor Ort und untersuchen das Haus genaustens. Der Verdächtige wird derweil von Kriminalbeamten vernommen. Ob die Frau, wie vom Täter berichtet, tatsächlich erstochen worden ist, kann derzeit noch nicht abschließend geklärt werden. Eine derzeit noch andauernde Obduktion in der Rechtsmedizin in Homburg soll die genaue Todesursache klären. Am Nachmittag wird der 53-Jährige einem Haftrichter am Amtsgericht in Saarbrücken vorgeführt.
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Zu seinen Motiven macht er dort keine Angaben. Derzeit wird davon ausgegangen, dass der Mann unter einer psychischen Krankheit leidet. Die könnte auch für die Tat des Mannes verantwortlich sein. Um die Allgemeinheit vor dem 53-Jährigen zu schützen, erlässt der Richter einen Unterbringungsbefehl. Der Mann wird nun in einer geschlossenen psychiatrischen Einrichtung untergebracht.

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