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Gegen Hepatitis und HIV: Saar-Polizei bekommt Spuckschutzhauben

Saarbrücken: Als Polizist hat man es täglich mit den unterschiedlichsten Menschen zu tun. Immer wieder verhalten sich Leute den Beamten gegenüber respektlos oder befinden sich in einem psychischen Ausnahmezustand. Neben Beleidigungen und Gewalt kommt es dann immer häufiger zu Spuckattacken. Das ist nicht nur vollkommen ekelhaft, sondern kann auch gefährlich für die Beamten werden, wenn die spuckenden Personen von bestimmten übertragbaren Krankheiten betroffen sind. 

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Bei einem Treffer im Mund- oder Gesichtsbereich können unter anderem Infektionskrankheiten wie Hepatitis oder im schlimmsten Fall auch HIV übertragen werden. Deshalb hat die Junge Gruppe der Gewerkschaft der Polizei, die sich für die Rechte der Beamten einsetzt, im letzten Jahr die Anschaffung von so genannten Spuckhauben vorgeschlagen.
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Die ziehen sich nicht etwa die Beamten an, um sich zu schützen. Sondern sie werden entsprechenden Gefährdern oder Tätern übergezogen. Nach einer Prüfung des Innenministeriums können die Hauben nun an die Dienststellen verteilt werden. Florian Irsch, Landesjugendvorsitzender der Gewerkschaft: „In Zeiten zunehmend aggressiven Verhaltens gegenüber Polizeibeamten, bei dem neben Beleidigungen und Angriffen auch vermehrt Spuckattacken konstatiert werden, wird unseren Kollegen nun ein verhältnismäßiges und probates Mittel zur Eigensicherung an die Hand gegeben.
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Musste man sich vorher noch mit einer ungeeigneten Spuckschutzbrille behelfen, so wird dem spuckenden Probanden nun eine speichelundurchlässige Spuckhaube übergestülpt, um sich vor derartigen Angriffen zu schützen. Der Einsatz der Spuckschutzhauben hat sich bereits in vielen anderen Bundesländern bewährt. Wir sind sicher, dass sich dies auch um Saarland bestätigen und die Spuckschutzhaube zur Sicherheit unserer Kollegen im täglichen Dienst beitragen wird“, so Irsch.

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