Ein Haar seines Hundes half bei der Überführung: Anklage gegen Saarlouiser Brandstifter

Saarlouis: Die Staatsanwaltschaft Saarbrücken hat Anklage gegen einen 32-Jährigen aus Saarlouis erhoben. Dem Mann werden unter anderem Brandstiftung sowie Störung öffentlicher Betriebe und Telekommunikationsanlagen vorgeworfen. Der Angeschuldigte soll vier Brandanschläge auf Funkmasten, darunter zweimal auf einen Mast am Saarpolygon in Ensdorf, verübt haben.

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Bei drei dieser Anschläge ist es zu Beschädigungen gekommen, wobei in einem Fall das Telefonnetz und das Internet ausgefallen sind. Außerdem soll der Angeschuldigte einen Brandanschlag auf ein Trafogebäude in Saarlouis verübt haben. In zwei Fällen soll in Umspannwerke eingedrungen sein und Kurzschlüsse an Stromleitungen verursacht haben. Es ist zu Stromausfällen gekommen, in einem Fall ist davon auch ein Stahlwerk betroffen gewesen.
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Der Gesamtschaden der Taten im Zeitraum von Ende Mai bis Mitte Juni vergangenen Jahres wird auf etwa 50.000 Euro geschätzt. Auf die Spur gekommen sind die Ermittler dem Mann durch Hinweise aus der Bevölkerung, nachdem in einer Öffentlichkeitsfahndung Aufnahmen aus einer Überwachungskamera am Saarpolygon veröffentlicht worden sind.
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Zudem hat die Staatsanwaltschaft für Täterhinweise eine Belohnung in Höhe von 2.000 Euro ausgesetzt. Der Tatverdacht gegen den 32-Jährigen hat sich erhärtet, nachdem an zwei Tatorten genetische Fingerabdrücke des Mannes gesichert worden sind. An einem Tatort ist zudem ein Tierhaar aufgefunden worden, das mit dem Fell des Hundes des Angeschuldigten identisch ist.
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Nach dem Erlass eines Haftbefehls durch das Amtsgericht Saarbrücken im vergangenen Oktober wegen Flucht- und Wiederholungsgefahr ist der Saarlouiser schließlich festgenommen worden. Er befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. Zu den Vorwürfen hat er sich bislang noch nicht geäußert. Konkrete Hinweise auf das Tatmotiv liegen den Ermittlern daher noch nicht vor. Wann der Fall vor Gericht landet, ist noch unklar.

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