Eine Stunde lang grundlos Passanten angegriffen: Polizei nimmt wild gewordenen Obdachlosen fest

Saarbrücken: Ein Mann dreht in der Saarbrücker Innenstadt durch! Am Gründonnerstag geht abends gegen 22 Uhr ein Mann an der Saarbahn-Haltestelle Kaiserstraße auf einen 46-Jährigen zu, der dort gerade aus einer Bahn aufgestiegen ist. Er schlägt dem Opfer unvermittelt mehrfach mit der Faust ins Gesicht und flüchtet dann zu Fuß. Offenbar hat der Angreifer den 46-Jährigen einfach nur zufällig für seine Attacke ausgewählt. Das Opfer wird verletzt mit einem Rettungswagen ins Klinikum Saarbrücken auf dem Winterberg eingeliefert und dort behandelt.

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Zehn Minuten später kommt es zum nächsten Angriff durch denselben Täter. Auch hier werden die Opfer offenbar völlig wahllos ausgesucht. Nur wenige hundert Meter vom ersten Tatort entfernt fordert der Mann in der Ursulinenstraße zwei Fußgänger auf, stehenzubleiben. Dabei greift er einen der beiden Passanten, einen 27-Jährigen aus Saarbrücken völlig unerwartet an. Er verpasst seinem Opfer einen heftigen Kopfstoß, sodass der 27-Jährige zu Boden geht und Gesichtsverletzungen davonträgt.
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Der Täter entfernt sich erneut zu Fuß vom Tatort. Aber eine Stunde später schlägt er, im wahrsten Sinne des Wortes, wieder zu: Auf der Berliner Promenade attackiert er einen 48-Jährigen aus Saarbrücken, den er niederschlägt und mit Tritten massiv traktierte. Auch dieses Opfer muss in ein Saarbrücker Krankenhaus eingeliefert werden. Die Polizei leitet in der Zwischenzeit eine Großfahndung nach dem Mann ein. Schließlich wird der Angreifer in der Nähe der Berliner Promenade festgenommen werden.
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Wie sich herausstellt, handelt es sich um einen 30 Jahre alten Mann, der sich ohne festen Wohnsitz in Saarbrücken aufhält. Er ist den Behörden bereits als Gewalttäter bekannt und steht offensichtlich unter dem Einfluss von Alkohol und Betäubungsmitteln. Ein Richter ordnet Untersuchungshaft für den 30-Jährigen an. Jetzt sitzt der Angreifer in der Justizvollzugsanstalt Saarbrücken auf der Lerchesflur.

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