Er gab ihm im Tempel Tee und Mandarinen: Buddhistischer Mönch rettet vermissten Mann

Losheim: Glückliches Ende einer bangen Suche nach einem vermissten Senior! Am heutigen Mittwochnachmittag gegen 16 Uhr wird in Losheim ein Mann bei der Polizei als vermisst gemeldet. Der Gesuchte lebt in einem Altenwohnheim, das den Mann beim Bemerken seines Verschwindens bei den Behörden als abgängig meldet. Der Mann hat die Einrichtung bei der winterlichen Wetterlage und Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt nur in leichter Bekleidung verlassen.

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Es ist also allerhöchste Eile geboten, ihn wiederzufinden. In welche Richtung er gegangen ist, weiß man nicht. Ein Handy, dessen ungefähren Standort man orten könnte, hat der Senior offensichtlich auch nicht bei sich. Die Polizei setzt alles daran, den Mann so schnell wie möglich aufzuspüren, bevor die Nacht hereinbricht. Deshalb rückt ein Großaufgebot an Einsatzkräften der Polizei und Feuerwehr nach Losheim aus.
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Eine umfangreiche Suche in Gebäuden, der Umgebung des Wohnheims und in den umliegenden Ortschaften führt aber nicht zum Auffinden der Person. Die Polizei berichtet: „Letztendlich ist es einem Buddhisten zu verdanken, dass die Person unbeschadet davon kam.“ Der strenggläubige Mönch erblickt den hilflosen Senior, ohne zu wissen, dass nach ihm gesucht wird.
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Er gewährt dem älteren Herrn Einlass in seinen Tempel. Im Warmen versorgt er seinen Gast mit Mandarinen und heißem Ingwertee. Dann kommt ein Feuerwehrmann im Rahmen der Personensuche an den Tempel in Waldhölzbach. Der Buddhist ist der deutschen Sparche nicht mächtig und versteht nicht, was der Helfer von ihm will.
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Aber als der Feuerwehrmann ein Foto des Vermissten vorzeigt, erkennt der Mönch darauf seinen Gast und führt den Retter zu dem Gesuchten. Mittlerweile ist der Senior wohlbehalten zurück in sein Wohnheim gebracht worden. Man kann in diesem Fall von einem glücklichen Zufall sprechen. Für den buddhistischen Mönch ist der Besuch seines Gastes dagegen wohl eher Karma.

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