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Erste Corona-Patienten aus Frankreich ins Saarland geflogen

Homburg: Am heutigen Montag sind mehrere schwerkranke Patienten aus einem Krankenhaus im französischen Metz in die Universitätsklinik nach Homburg verlegt worden. Sie wurden nacheinander mit zwei Rettungshubschraubern ins Saarland gebracht, die jeweils im Konvoi zwischen Deutschland und Frankreich pendelten. Christoph 66 von der ADAC-Luftrettung fliegt normalerweise Einsätze in der Nord- und Westpfalz, der Notarzt an Bord wird unter anderem vom Universitätsklinikum Homburg gestellt. Christoph 77, ebenfalls von der ADAC-Luftrettung, ist in Mainz stationiert. Saar-Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) hatte unseren Nachbarn in Grad Est gestern im Kampf gegen die Corona-Krise seine Unterstützung angeboten, darunter die Nutzung von derzeit nicht benötigten Beatmungsplätzen in saarländischen Krankenhäusern.

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Das erklärte Hans in einem Telefonat dem Präsidenten der Region Grand Est, Jean Rottner. Das Saarland verfügt derzeit über mehr als 500 Intensivbetten, davon sind rund 400 Beatmungsplätze. Genutzt werden davon derzeit aber nur rund 100 Plätze. Somit sind fast 300 Beatmungsplätze frei, mehr als 200 zusätzlich werden außerdem bald eingerichtet.
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Zur Region Grand Est gehört auch Lothringen, das direkt an das Saarland angrenzt. In Grand Est werden mehr als 1.800 Corona-Patienten stationär in Krankenhäusern behandelt. Mehr als 400 davon liegen auf Intensivstationen. Bislang sind mehr als 200 Menschen an dem neuartigen Virus gestorben.
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Die letzten Zahlen von gestern Nachmittag sprechen von fast 3.400 bestätigten Corona-Infektionen insgesamt. Weil das Virus seit Wochen heftig in der Region grassiert, hat das Robert-Koch-Institut Grand Est zum Risikogebiet erklärt. Als eine Reaktion darauf waren im Saarland die Grenzen du unseren Nachbarn in der vergangenen Woche zunächst auf Verdachtsfälle kontrolliert und dann für Ausländer bis auf Berufspendler ganz geschlossen worden.

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