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Evakuierung in Überherrn: Fliegerbombe muss möglicherweise gesprengt werden

Überherrn: Eine Gruppe von Bauarbeitern bekommt am späten Donnerstagvormittag den Schreck ihres Lebens. Die Männer stoßen auf eine scharfe Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg! Gegen elf Uhr sind die Männer im Industriegebiet Häsfeld mit Ausschachtarbeiten für einen Erweiterungsbau der Firma Dachser beschäftigt. In etwa 2,50 Metern Tiefe stoßen sie plötzlich auf Metall. Den Männern schwant nichts Gutes, die Arbeiten werden sofort eingestellt und die Polizei informiert. Experten des Kampfmittelbeseitiungsdiensts rücken aus nach Überherrn und bestätigen den Verdacht: Es handelt sich bei dem Fund um eine 250-Kilo-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg.

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Im Umkreis von rund 300 Metern um den Fundort werden alle Straßen gesperrt und alle Gebäude evakuiert. Für mehrere hundert Beschäftigte der umliegenden Firmen heißt das: Arbeit sofort einstellen, Gelände umgehend verlassen. Mittlerweile haben Polizei und Polizeilicher Ordnungsdienst den Bereich hermetisch abgeriegelt. Nach einer ersten Begutachtung der Bombe durch die Kampfmittel-Experten der Polizei ist noch unklar, wie mit dem explosiven Fund weiter verfahren werden soll.
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Denn offenbar macht der Zünder, den die Fachleute zur Entschärfung herausdrehen müssen, Probleme. Dazu muss man wissen, dass man es bei Weltkriegsbomben mit zwei verschiedenen Zündertypen zu tun bekommt. Das eine sind die sogenannten Aufschlagzünder. Sie sollten beim Aufschlag der aus dem Flieger abgeworfenen Bombe die Explosion auslösen. Für den Fall, dass eine Bombe dabei nicht explodierte, gab es zusätzlich Säurezünder. Sie sollten eine zeitverzögerte Explosion der Bombe ermöglichen.
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Diese Zünder sind nach Jahrzehnten im Boden oft im wahrsten Sinne des Wortes tickende Zeitbomben und unkontrollierbar. Die Alternative im Fall in Überherrn könnte daher sein, dass die Bombe vor Ort kontrolliert gesprengt werden muss. Das bedarf dann üblicherweise eines noch größeren Evakuierungsradius und weiterer Vorbereitungen.

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