Fahrer wollte illegal wenden: Auto zwischen Saarbahn und Strommast zerquetscht

Saarbrücken: Schwerer Verkehrsunfall am heutigen Freitagnachmittag im Saarbrücker Stadtteil Malstatt. Gegen 15.15 Uhr ist der Fahrer eines grauen VW Touran, zugelassen im Regionalverband Saarbrücken, auf dem Rastpfuhl in der Lebacher Straße in Richtung Autobahn unterwegs. Außer dem Mann sitzen noch zwei weitere Personen in dem Wagen. In Höhe der Einmündung „Im Knappenroth“ will der Fahrer wenden und in Richtung Innenstadt zurückfahren.

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Dazu schert er nach links aus und lenkt seinen Van nach Angaben der Polizeiinspektion Burbach verbotenerweise über die Schienen der Saarbahn, die etwas erhöht in der Mitte der Fahrbahn verlaufen. In genau diesem Moment passiert auch ein Saarbahnzug der Linie 1, der in Richtung Heusweiler Markt unterwegs ist, die Strecke. Offenbar hat der Autofahrer die Bahn übersehen. Der Saarbahnfahrer kann einen Zusammenstoß nicht mehr verhindern.
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Der VW Touran wird auf der Fahrerseite erfasst und noch etwa 15 Meter mitgeschleift, bevor beide Fahrzeuge zum Stehen kommen. Das total zerstörte Auto wird zwischen der Bahn und einem Oberleitungsmast eingeklemmt. Alle Insassen des Autos werden verletzt, einer davon schwer. Sie werden in die umliegenden Krankenhäuser gebracht. Der Saarbahnführer bleibt körperlich unversehrt, erleidet aber einen Schock. Passagiere in der Bahn werden offenbar nicht verletzt.
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Die Berufsfeuerwehr Saarbrücken rückt mit sechs Fahrzeugen zum Unfallort aus und muss den Fahrer aus dem Auto herausschneiden. Außerdem sind drei Rettungswagen, ein Notarzt und zwei Kommandos der Polizei Burbach vor Ort. Während der Rettungsarbeiten und der anschließenden Unfallaufnahme wird der Saarbahnverkehr komplett lahmgelegt, es verkehren Ersatzbusse im Feierabendverkehr. Auch für Autos muss die Lebacher Straße zeitweise voll gesperrt werden. Die Schadenshöhe schätzt die Polizei auf mindestens 100.000 Euro.

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