Fehler bei der Streckenberechnung: Schwertransport steckt stundenlang in Kreisel fest

Saarbrücken: Am gestrigen Mittwochmorgen ist ein gigantischer Schwertransport in der Landeshauptstadt unterwegs. Mit Polizeibegleitung soll ein großes Silo eines Herstellers aus dem italienischen Brescia nach Paris transportiert werden. Gegen 5 Uhr rangiert sich der Konvoi teilweise in Millimeterarbeit durch Güdingen-Unner im Bereich der B 406.

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Am Kreisverkehr, wo die Unnerstraße, die Großblittersdorfer Straße und die Friedrich-Ebert-Straße aufeinander treffen, will der Fahrer in Richtung französischer Grenze links am Verkehrskreisel ausfahren. Dabei fährt der Transporter sich fest! Das teure Silo hängt teilweise auf der Mittelinsel des Kreisverkehrs, der Lkw einer Spedition aus dem italienischen San Bonifacio kann weder vor noch zurück.
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Sofort kommt es in dem viel befahrenen Bereich im morgendlichen Berufsverkehr zu erheblichen Verkehrsstaus. Wie die Polizei vor Ort mitteilt, ist der Sondertransport zu lang für den Radius des Kreisverkehrs. Offensichtlich, so die Einschätzung der Beamten, ist bei den Vorbereitungsarbeiten zum Transport ein Berechnungsfehler unterlaufen. Denn die Fahrtroute des Schwertransports ist im Vorfeld behördlich genehmigt worden.
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Das Gespann kann aber gar nicht durch den Kreisverkehr passen! Die Polizei kümmert sich einerseits um die Umleitung des fließenden Verkehrs, um das morgendliche Chaos so gut es geht zu bändigen. Gleichzeitig wird über den kurzen Dienstweg ein Bagger bei einer nahegelegenen Bauunternehmung angefragt. Die Firma hat tatsächlich ein entsprechendes Gerät verfügbar, das auch schon kurze Zeit später an der Unfallstelle eintrifft.
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Durch Abgraben des Erdreichs auf dem Kreisel gelingt es, den feststeckenden Schwertransport zu befreien. Das dauert allerdings: Erst nach einem fünfstündigen Einsatz ist die Strecke gegen 10 Uhr wieder frei befahrbar. Am Kreisverkehr sowie an zwei Verkehrszeichen entsteht Sachschaden in unbekannter Höhe, der Lkw und das Silo bleiben unbeschädigt.

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