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Feuerwehreinsatz wegen Klopfgeräuschen aus Grab

Losheim: Grusel-Einsatz heute im Ortsteil Mitlosheim. Dort steht am Nachmittag ein Mann am Grab seines Vaters, als er meint, aus dem daneben liegenden Grab Klopfgeräusche zu hören. Der Mann wählt den Notruf woraufhin Polizei, Feuerwehr und vorsorglich auch ein Rettungswagen anrücken. Die Helfer können keine Geräusche feststellen. Aber die Polizei spricht mit dem Mitteiler und hält dessen Angaben für durchaus glaubwürdig. Der Verdacht, dass der Mann den Vorfall aus irgendwelchen Gründen erfunden haben könnte, besteht nicht. Das betreffende Grab ist erst ein paar Tage alt, sodass nicht ausgeschlossen werden kann, dass wirklich noch Leben im Sarg sein könnte.
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Bevor die Angehörigen des Grabes informiert und befragt und das Grab womöglich von der Feuerwehr geöffnet werden muss, stellen die Polizeibeamten weitere Ermittlungen an. Ergebnis: Die Frau, die dort begraben liegt, war bereits alt und sehr krank. Sie starb vor genau einer Woche am vergangenen Sonntag. Es ist eine Leichenschau durchgeführt worden, bei der unter anderem die Leichenstarre festgestellt wird.
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Diese nach dem Tod eintretende Erstarrung der Muskulatur ist eines der sicheren Todeszeichen. Von Montag bis Donnerstag ist der Leichnam zudem in einem Kühlhaus bei einer Temperatur wenig über dem Gefrierpunkt gelagert worden. All diese Ermittlungsergebnisse lassen die Polizei davon ausgehen, dass unmöglich ein Lebender im Sarg liegen kann. Nach 40 Minuten ist der Einsatz beendet.
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Bleibt die Frage, was die Geräusche verursacht hat, die der Mann eindeutig gehört hat. Es könnte sein, dass das Holz des Sarges unter der hohen Last von anderthalb Metern Erdreich darüber gebrochen ist. So etwas kommt zwar vor, allerdings eher selten so kurz nach der Beerdigung. Die Polizei hält es für wahrscheinlicher, dass sich das Erdreich gesetzt hat und dabei eventuell Steine die Geräusche verursacht haben.

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