Für mehr Tierwohl: Aldi nimmt Billigfleisch aus dem Sortiment

Mühlheim an der Ruhr/Essen: Der deutsche Discounter-Riese Aldi will in Zukunft auf sogenanntes Billig-Fleisch verzichten und entsprechende Produkte aus seinem Sortiment in den insgesamt mehr als 11.000 Filialen verbannen. Das berichtet die Bild-Zeitung am heutigen Freitagvormittag. Das Blatt beruft sich dabei direkt auf Unternehmenskreise. Demnach soll in Zukunft kein Fleisch der Haltungsformen Stufe 1 oder 2 mehr verkauft werden – weder bei Aldi Nord noch beim im Saarland vertretenen Aldi Süd.

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Gelten soll das selbst auferlegte Verkaufsverbot für Rind, Schwein, Hähnchen und Pute. Fleisch aus Haltungsform der Stufe 1 wird auch als Stallhaltung bezeichnet. Es stammt von Tieren, deren Haltung den gesetzlichen Vorgaben entspricht. Vom Landwirt bis zur Ladentheke müssen zudem alle involvierten Betriebe am QS-System teilnehmen.
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Das garantiert einen genau dokumentierten und kontrollierten Lebenslauf, sodass der Weg des Fleischs vom Tierhalter über den Schlachthof und den Metzger bis zum Supermarkt nachvollziehbar ist. Stufe 2, die Aldi ebenfalls aus dem Sortiment verbannen will, steht für StallhaltungPlus: Damit wird Fleisch aus einer Haltung gekennzeichnet, die über die gesetzlichen Standards hinausgeht.
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Unter anderem betrifft das Fleisch aus Betrieben der Initiative Tierwohl, wo den Tieren mindestens zehn Prozent mehr Platz im Stall als gesetzlich vorgeschrieben gegeben wird. Zudem erhalten diese Tiere mehr sogenanntes Beschäftigungsmaterial. Die Mindeststufe, die Aldi in Zukunft verkaufen will, ist Haltungsform 3, auch Außenklima genannt. Hier haben alle Tiere zusätzlich zu Stufe 2 auch garantierten Zugang zu Außenbereichen. Stufe 4 geht nochmals darüber hinaus und wird auch Premium genannt.
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Damit wird unter anderem Biofleisch nach der europäischen Öko-Verordnung gekennzeichnet. Hier bekommen Schweine beispielsweise das doppelte des gesetzlich geforderten Platzes. Eingeführt werden soll das Verkaufsverbot für Stufe 1 und 2 bei Aldi ab dem Jahr 2025, damit sich die Zulieferbetriebe entsprechend umstellen können.

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