Saarbrücken/Stiring-Wendel: Nach dem Großbrand im deutsch-französischen Grenzgebiet bei Saarbrücken am heutigen Samstagabend (wir berichteten bereits exklusiv) gibt es jetzt eine Warnmeldung über die Katastrophenschutz-Apps KatWarn und NINA für die Bevölkerung in der Landeshauptstadt. Die Feuerwehr Saarbrücken gibt die Warnung um 19.59 Uhr heraus, weil die riesige Rauchwolke auch über Teile der Landeshauptstadt zieht. Von der Warnstufe her handelt es sich um eine sogenannte Gefahreninformation:
„Aufgrund eines Großbrandes im benachbarten Frankreich kommt es zu Geruchsbelästigung in Teilen der Landeshauptstadt Saarbrücken. Betroffen sind insbesondere die Stadtteile Alt-Saarbrücken, St. Arnual, Brebach, Bischmisheim, Fechingen, Eschringen und Ensheim.“ Folgende Handlungsempfehlungen geben die Behörden heraus: „Schließen Sie vorsorglich Fenster und Türen und schalten Sie Klima- und Lüftungsanlagen ab. Lassen Sie das Radio eingeschaltet und achten Sie auf Durchsagen. Informieren Sie bei Bedarf Ihre Nachbarn.“
Aber die Feuerwehr stellt auch klar: „Es besteht keine Gefahr.“ Dennoch solle man das betroffene Gebiet meiden. Ersten Informationen zufolge ist das Feuer, dessen Rauchsäule sogar von Leserreportern in Mettlach noch gesehen wird, in Stiring-Wendel aus. Die 11.000-Einwohner-Stadt grenzt im Bereich des Hauptfriedhofs in Alt-Saarbrücken direkt an die Landeshauptstadt.
Nach ersten Erkenntnissen bricht das Feuer im Bereich der Rue de Centre aus, unweit eines Campingplatzes. Dort grenzt auch ein Waldstück an, auf dem offenbar größere Mengen an illegal abgelagerten Altreifen in Brand geraten sind. Augenzeugen berichten von einem sich rasch ausbreitenden Feuer, das durch Windböen zusätzlich angefacht worden ist. Dadurch gehen auch Teile des angrenzenden Waldgebiets in Flammen auf. Über mögliche Verletzte gibt es bislang noch keine Angaben.
